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Fastende ziehen Bilanz in der Karwoche - Wie lief die Zeit ohne Alkohol, Auto oder Süßes?

Fastende ziehen Bilanz in der Karwoche - Wie lief die Zeit ohne Alkohol, Auto oder Süßes?

Selbstfindung, Überwindung, Gesundheit, guter Zweck - unter diesen Leitworten stand die Fastenzeit für Trierer, über die der TV berichtet hat: Auf der Anders-Seite vom 12. Februar haben sie sich und ihre Fastenvorhaben vorgestellt. Heute beantworten sie die Frage, wie gut sie tatsächlich durchgehalten haben.

Fastende ziehen Bilanz in der Karwoche - Wie lief die Zeit ohne Alkohol, Auto oder Süßes?
Foto: (h_st )
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Kathrin Tiersch (29): Fast leichter als erwartet
"Die Fastenzeit hat sich überhaupt nicht wie sechs lange Wochen angefühlt. Das ging recht problemlos, auf Kaffee, Alkohol und Fleisch zu verzichten. Nur gleich am allerersten Tag habe ich mir aus Gewohnheit nach dem Essen einen Kaffee bestellt. Das ist mir später erst aufgefallen. Ich habe keine teuren Ersatzprodukte gekauft und bin beim Ausgehen für meinen Alkoholverzicht eher bestaunt als komisch angeguckt worden. Es ist gut, zu sehen, auf was man alles so leicht verzichten kann. Das Fastenbrechen kommt dann am Samstag: Zur zehnjährigen Abiturfeier mit meinen alten Schulkameraden trinke ich ein Glas Sekt. Das wird dann gefeiert."

Johannes Hill (54): Gesprächsthemen gewonnen
"Ich fahre sowieso immer Fahrrad, da war es keine Überwindung für mich, ohne Auto unterwegs zu sein. Dafür bin ich wegen der Aktion Autofasten verstärkt mit Kollegen ins Gespräch gekommen. Wenn viele Leute darüber reden, etabliert man leichter, dass sie mehr zum Fahrrad als zum Auto greifen. Die ältere Generation findet das Fahrradfahren zwar unbequem, weil die Menschen sich zum Beispiel dafür umziehen müssen. Aber die jungen Leute denken schon eher um. Mein Fastenziel habe ich mit den vielen Gesprächen erreicht."

Yacine Fekir (45): Dem Wetter erlegen
"Meinen Daihatsu wollte ich die ganze Fastenzeit stehen lassen. Das hat die ersten Tage gut funktioniert: Ich bin früh aufgestanden und sogar bei Regen und Kälte zur Arbeit gelaufen. Dann blieb das Wetter allerdings immer noch schlecht, und es war so ungemütlich.
Ich bin dann doch Auto gefahren. Aber nicht regelmäßig, zwischendurch habe ich es auch immer wieder einige Tage stehen lassen. Vielleicht kann ich mir wann anders einmal beweisen, dass ich es auch durchhalten kann."
Ulrich Hufschmidt (40): Sogar Ausnahmen gefastet
"Der Anfang ist beim Fasten immer das Schwierigste. Das war bei mir dieses Jahr genauso wie die vergangenen 17 Jahre. Aber nach den ersten Tagen ging es so gut wie immer. Sogar bei einer Ausnahme, die ich mir vorher gesetzt habe, habe ich das Fasten durchgehalten: Kurz, bevor eine gute Freundin ihr Kind bekommen hat, haben wir nämlich angestoßen - aber mit alkoholfreiem Sekt. Entsprechend groß ist jetzt auch die Vorfreude auf das Fastenbrechen. Das kommt Samstag oder Sonntag mit einem Kaffee, den ich dann einfach nur besonders genießen werde."
Tanja Merkel (39) und das Haus für Kinder: Problemlos gefastet und Geld gespart
"Bei uns hat das Fasten traditionsgemäß gut funktioniert. Die Kinder kennen es ja schon, aber trotzdem ist es jedes Jahr wieder eine Herausforderung. Wir sprechen mit ihnen immer wieder darüber und erklären alles. Nur deshalb machen sie auch so gut mit. Kommenden Dienstag wird das Fasten dann gebrochen. Mit allen Kindern, einem Singkreis, Osterkranz und Ostereiern wird das gefeiert.
Anschließend rechnet unsere Köchin durch, wie viel Geld wir dieses Jahr mit dem Fasten gespart haben und damit für das Indien-Projekt des Auguste-Viktoria-Gymnasiums Trier spenden können." lub