Festivals machen Polizei Arbeit: Kontrollen an Hunsrückhöhenstraße

Festivals machen Polizei Arbeit: Kontrollen an Hunsrückhöhenstraße

Die Polizei kontrolliert die Anreisenden zu den Musikfestivals Lott und Nature One am Wochenende intensiv auf Drogenbesitz. 500 Autos wurden am Donnerstag überprüft. 25 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz haben die Beamten dabei festgestellt.

Morbach. Donnerstagabend bei Hinzerath. Rolf Drexler, Polizist der Trierer Diensthundestaffel, führt seinen Hund Don zu einem Wagen mit Saarlouiser Kennzeichen. Doch Don interessiert sich nicht für das Auto. Er dreht ihm den Rücken zu und kriecht unter einen Kleinwagen mit Luxemburger Kennzeichen. Dort kratzt er mit der Pfote am Reserverad. Und tatsächlich, die Polizisten finden Marihuana, das die Insassen dort versteckt haben.
50 Polizeibeamte und zwei Drogenspürhunde nehmen an der Kontrolle an der Hunsrückhöhenstraße teil. 500 Autos halten sie an diesem Tag an. Anlässe sind das Lott-Festival bei Enkirch, bei dem Folk, Reggae und Indie-Pop gespielt werden, sowie das Techno-Spektakel Nature One bei Kastellaun. Die Polizeibeamten vermuten Drogenkonsumenten unter den Besuchern und kontrollieren daher die Fahrzeuge bei der Anfahrt. Jeder Wagen auf der Hunsrückhöhenstraße wird überprüft. Fahrer und Beifahrer werden per Pupillentest auf Drogenkonsum getestet, das heißt, es wird geschaut, ob die Pupillen erweitert sind und wie sie reagieren. Das Gepäck wird von Hand und mit Hilfe der Hunde auf Drogen überprüft.
Die Beamten werden an diesem Tag fündig. "Wir haben 25 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt", sagt Peter Werland, Leiter der Polizeiinspektion Morbach. 16 Autoinsassen sind unter dem Einfluss von Drogen angereist. Neunmal finden die Beamten Amphetamine oder Marihuana und Haschisch. Zwei junge Leute stehen unter Verdacht, Kokain zu sich genommen zu haben. Für die Polizei lohnt sich die aufwendige Prozedur. Allein beim Techno-Festival Nature One mit seinen bis zu 60 000 Besuchern kam es 2010 zu 764 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. cst