festlichen Advents- und Weihnachtskonzert in der Synagoge

Kultur : Mit Musik zur adventlichen Besinnlichkeit

160 Besucher haben beim festlichen Advents- und Weihnachtskonzert in der Synagoge Wittlich einen gelungenen Start in die Vorweihnachtszeit erlebt.

Musik und Stille sind eigentlich Gegensätze. Doch dass sie wunderbar zueinander passen können, haben 160 Zuschauer beim ersten festlichen Advents- und Weihnachtskonzert 2019 in der Wittlicher Synagoge erlebt. Denn dass Musik auch mit leisen Tönen ein Erlebnis sein kann, haben die sechs Musiker eindrucksvoll demonstriert. „Wir halten Stille nicht gut aus“, sagt Walter Feltes, der durch das Programm führt. „Stille ist für viele nur das Abhandensein von Geräuschen.“ Die Musiker verzichteten daher auf  Verstärker und zwingen so ihr Publikum, zuzuhören.

Alexa Spielmann-Sips, Tabea Mahler und Sebastian Langner  ist es im 22. Jahr beim 33. Konzert dieser Art mit Unterstützung von Heinz Coen am Klavier, Barbara Görgen-Mahler an der Oboe und Michael Klink am Horn gelungen, mit zahlreichen relativ kurzen und besinnlichen Stücken die Besucher zum Zuhören zu bewegen und in eine vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen. Mal gemeinsam, dann wieder als Duo oder als Trio stimmen sie festliche Stücke an wie Richard Wagners „Der Engel“ oder Georg Friedrich Händels „Ave Maria.“ Nach der Pause werden die Lieder etwas beschwingter, wie beim Gospel „Lead me Lord“, bevor die Musiker das Publikum auffordern, zu Weihnachtsklassikern wie „Macht hoch die Tür oder „Leise rieselt der Schnee“ mitzusingen. „Es gibt nichts Befreienderes als selbst zu singen“, sagt Feltes. Und die Besucher lassen sich nicht lange bitten, so dass ein Chor aus mehr als 160 Kehlen die Synagoge füllt.

Den Zuschauern gefällt die Vorstellung. „Die Instrumente harmonieren wunderbar miteinander“, sagt ein Besucher, der namentlich nicht genannt werden will. „Das Konzert ist eine tolle Einstimmung auf die weihnachtliche Zeit.“ Das Konzert hat auch Klaus Flesch aus Minderlittgen gut gefallen. „Die Harmonie, der Gesang und das gesprochene Wort von Feltes waren eine harmonische Einheit.“

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