Feuer, Filme, Pferde

WITTLICH. Artistisches Flammenspiel gibt es am Samstag unter dem Motto: "Wittlich leuchtet". Anschließend beginnt der Weihnachtsmarkt. Diese vom Stadtmarketingverein organisierten Aktionen sind teuer. Die Investition, auch in ein kostenloses Rahmenprogramm, soll dem Image der Stadt zu Gute kommen.

Wittlich setzt sich ins rechte Licht und wird bewaldet - mit 80 Nadelbäumchen plus herausragenden Exemplaren, wie der grünen Berühmtheit auf dem Marktplatz, die seit Freitag stolze 15 Meter weit in den Himmel ragt. Der erste große Auftritt der vorweihnachtlich geschmückten Stadt ist am Samstag, 25. November. Feuerspucker und fliegende Fackeln sollen Flaneure locken. Neun "Flammenkünstler" sind ab 18 Uhr unterwegs. "Zusätzlich öffnen die Geschäfte bis 20 Uhr und die gastronomischen Stände auf dem Markt", sagt Karsten Mathar vom Stadtmarketing Verein. Ab Montag, 27. November, bis zum dritten Advent warten dann die Standbetreiber in zwölf Häuschen auf Besucher. Damit die zahlreich kommen, gibt es ein kostenloses Extra-Programm. Diese "Geschenke" kommen besonders Kindern zu Gute. Jeden Montag soll im Erdgeschoss des Hotel Well ab 15 Uhr ein Spielnachmittag sein, dienstags ab 16 Uhr gibt es dort Weihnachtsfilme, donnerstags ab 15 Uhr können die Jüngsten Wittlich auf dem Rücken der Pferde erleben. Ganze Familien lockt freitags ab 17 Uhr die Fackelwanderung in die Weinberge. Sonntags gibt es wieder Kutschfahrten. Dienstags, donnerstags und sonntags sorgen zudem Schwedenfeuer auf dem Markt für Atmosphäre. Für Musik sorgen die "Trompeter der Mittelmosel", die "Büdesheimer Alphorn- und Büchlbläser" und "Rourblech". Am Nikolaustag, 6. Dezember, kommt der Freund der Kinder und verteilt 300 Weckmänner. Ab diesem Tag öffnet auch eine Ikonenausstellung im Hotel Well. Zum Abschluss soll es am 16. Dezember wieder eine Apres-Ski-Party geben - ohne Schnee-Kanone aber mit Open-Air-Kino: "Fire & Ice" plus "Ice Age I" gibt es zu sehen. 2005 kamen zur ersten Ski-Party rund 2000 Gäste.Das kostenlose Rahmenprogramm finanziert die Stadt über Zuschüsse an den Stadtmarketingverein, ein alljährliches Minusgeschäft. "Wir haben mit Programm, Auf-, Abbau, Müll, Toiletten, Tannen, Werbung und so weiter rund 31 000 Euro Kosten, dazu Erlöse über Standmieten. 2005 waren das 8757 Euro", rechnet Karsten Mathar vor. Deshalb wurden jetzt die Standmieten erhöht von 7,50 Euro plus Strom, am Tag je Hütte auf zehn Euro. Die Gastronomie zahlt eine Pauschale von 600 Euro plus Strom und Wasser. "Dennoch haben wir ein großes Minus. 2005 sind uns beispielsweise die Müllkosten explodiert: von etwa 1700 Euro auf 3500 Euro", sagt Karsten Mathar. Jetzt hoffen alle, die sich engagieren, dass das Angebot gut besucht wird. Mathars Weihnachtsmarktmotto steht aber schon fest: "Mittendrin und Spaß dabei".

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