Feuer und Flamme auf dem Markt

BERNKASTEL-KUES. Eine fantastische "Welt des Feuers" erlebten die Zuschauer auf dem Karlsbader Platz. Hatte der Bernkasteler Gastronomische Spiegel in den letzten Jahren zur Eisigen Nacht gebeten, so waren diesmal Feuer und Flamme auf dem Weihnachtsmarkt angesagt.

Es war eisig kalt, aber wer sich am Sonntagabend auf dem Karlsbader Platz aufhielt, der spürte die wohlige Hitze des Feuers, den die beiden Akteure Sam und Sascha vor den Augen des Publikums entfachten. Die Bengalische Nacht lockte Hunderte großer und kleiner Besucher an. Schnell war der Platz überfüllt, keiner wollte das "coole" Spiel mit dem Feuer verpassen. Laut Weihnachtsmarkt-Programm war die Veranstaltung fälschlicherweise bereits für 18 Uhr angekündigt. Doch die Stunde bis zum offiziellen Beginn um 19 Uhr nutzten die Besucher, um sich aufzuwärmen. Die Zuschauer brachten sich bei fetziger Disco-Musik und Weihnachtsrock mit DJ Martin Schuler in Stimmung. Die freudige Erwartung auf die Feuershow stieg ebenso wie die Erwärmung durch heißen Kakao oder Feuerzangenbowle. Die Kleinen vor der Bühne konnten es kaum erwarten. Die sechsjährige Emma, die mit ihren Eltern und ihrem dreijährigen Bruder Luis das Geschehen mit staunenden Augen verfolgte, glaubte gar an echte Feuer-Drachen. Doch die "Feuerspeier" entpuppten sich als "normale" Menschen, die gern mit dem Feuer spielen. Fackeln, Flammenwerfer und selbstkonstruierte Feuereffekte, gepaart mit Artistik in bengalischer Beleuchtung - die Menschen waren Feuer und Flamme für das grandiose, heiße Spektakel direkt vor ihren Augen. Zum Greifen nahe war die glühende Welt des Feuers, die jeden in ihren Bann zog. Die beiden Akteure Sam und Sascha wussten ihr Publikum mit waghalsiger Feuerjonglage und hitzigen Effekten zu begeistern. Immer wieder brandete heißer Beifall auf, wenn Sam ein loderndes Flammenmeer entfachte oder Sascha ganz kühl das züngelnde Feuer im Mund verschwinden ließ. "Toll", fanden auch Beate Könen und Joachim Sturm aus Brühl das flammende Ereignis. "Fehlt nur noch der Schnee", meinte Könen. Doch kaum gesagt, rieselten schon die weißen, fast echten, Flocken herab. Und wem die 15-minütige Show nicht genug war, konnte sie noch zweimal an diesem Abend zu jeder vollen Stunde miterleben. Dazwischen heizten heiße Musikrhythmen dem Publikum kräftig ein. "Eine gelungene Aktion", bemerkte Martin Kerpen aus Wehlen. Er fand die Idee einer bengalischen Nacht sehr nett. Das leuchtende Vergnügen mit Feuer und Licht in dunkler Nacht passe wunderbar zum Weihnachtsmarkt.

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