Feuerteufel unterwegs

WITTLICH. (red) Die Serie von Bränden, die vor drei Wochen mit dem Brand von Strohballen auf einem Feld bei Wengerohr begann, hält an. Am Mittwochnachmittag wurde die Feuerwehr alarmiert, weil eine Brachfläche oberhalb der Wilhelm-Busch-Straße in Lüxem in Flammen stand.

Das Feuer konnte gelöscht werden, bevor es auf den angrenzenden Wald übergriff. Da der Brand an vier Stellen gleichzeitig gelegt worden war, muss von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen werden. Am Donnerstagabend brannte es zum zweiten Mal auf dem Hofgut St. Paul. Ein nach dem vorangegangenen Großbrand ausgelagerter Heustapel war erneut angezündet worden. Zwei weitere Brände beschäftigten die Feuerwehr am frühen Freitagmorgen: Auf dem Betriebsgelände eines Reifenhändlers in der Wengerohrer Werkstraße brannten Holzpaletten und Verpackungsmaterial unter einer Überdachung. Die Flammen drohten auf eine benachbarte Lagerhalle überzugreifen, die mit Winterreifen gefüllt war. Der Feuerwehr gelang es, diese Halle zu schützen. Kaum waren die Einsatzkräfte zurückgekehrt, kam der nächste Alarm. Diesmal brannte ein Waldstück im Bereich der römischen Villa. Auch dort gelang es der Feuerwehr, den Brand auf das vorgefundene Ausmaß zu begrenzen. In allen Fällen der Brandserie können natürliche oder technische Brandursachen ausgeschlos-sen werden, so dass nur Brandstiftung in Frage kommt. Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung daher um erhöhte Wachsamkeit. Werden Beobachtungen gemacht, die auf ein entstehendes Feuer hindeuten, sollte ohne Zögern die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 alarmiert werden. Die Feuerwehr warnt aber dringend davor, verrauchte Gebäude zu betreten. Für die Ergreifung der Brandstifter, welche für das Feuer auf dem Hofgut St. Paul vom 5. September 2005 verantwortlich sind, wurde eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt (siehe TV-Bericht vom 9. September 2005). Hinweise nehmen die Kripo Wittlich, Telefon 06571/95000; oder die Polizeiinspektion Wittlich; Telefon 06571/9260; entgegen.