Feuerwehr-Immobilie ist noch zu haben

Feuerwehr-Immobilie ist noch zu haben

Die Stadtverwaltung Wittlich ist auch Immobilienbesitzer. Aktuell will sie das Feuerwehrgerätehaus in Neuerburg verkaufen, da es einen Neubau im Stadtteil gibt. Das Mindestgebot im Bieterverfahren sollte 50 000 Euro betragen. Diese Summe hat niemand geboten.

Wittlich-Neuerburg. Eine besondere Immobilie auf 379 Quadratmetern will die Stadt Wittlich in Neuerburg verkaufen. "Das Mindestgebot beträgt 50 000 Euro", und: "Das Objekt wird zum 1. März frei", hieß es in der Bekanntmachung zum Bieterverfahren, das Mitte Februar endete. Zum Verkauf ist es nicht gekommen.
Nutzung muss geprüft werden


"Es gab zwar im Vorfeld mehrere Interessenten, tatsächlich liegt nach der Ausschreibung aber nur ein Gebot vor. Dieses kann allerdings nicht gewertet werden, da es unterhalb des angesetzten Mindestgebots in Höhe von 50 000 Euro liegt", sagt Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung, auf TV-Nachfrage. Die Stadt werde erneut ausschreiben - allerdings ohne die Vorgabe eines Mindestgebots. Falls sich ein Käufer fände, gilt laut Mußweiler: "Die bisherige Nutzung des Gebäudes hat zunächst weiter Bestandsschutz. Jede andere Nutzung ist hinsichtlich des Erfordernisses einer Baugenehmigung im Einzelfall zu prüfen."
Anders ist das, wenn man den Altbau abreißen will. Dafür braucht man keine Baugenehmigung. Dann wäre auch die Sirene futsch, die noch aktiv ist.
Dazu sagt Jan Mußweiler: "Da die Feuerwehrleute des Standorts 3 Neuerburg/Dorf nicht alle mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet sind, wird die Sirene gegenwärtig je nach Einsatzstichwort durch die Leitstelle Trier mit ausgelöst. Mit Einführung der digitalen Alarmierung werden alle Funkmeldeempfänger ausgetauscht. Allerdings steht der Zeitpunkt hierfür noch nicht fest. Ein Test der Sirene erfolgt jeden ersten Samstag im Monat."
Das war vor der Nutzung des Gebäudes als Feuerwehrgerätehaus anders. Zur Geschichte der besonderen Immobilie teilt die Stadtverwaltung Wittlich auf Nachfrage mit: Der südliche Gebäudeteil wurde um 1900 ursprünglich als Bullenstall errichtet.
Nördlich wurde Anfang der 1960er Jahre eine Gemeindegefrieranlage angebaut. sos

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