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Feuerwehrbilanz Wittlich: Es muss nicht immer Feuer sein

Wittlich : Es muss nicht immer Feuer sein

Zu mehr als 200 Hilfeleistungen ist die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wittlich im vergangenen Jahr ausgerückt. Personell ist die Wehr gut aufgestellt.

() Als ein „erfolgreiches Jahr“ bezeichnet Wehrführer Christian Vollmer 2018 für die Freiwillige Feuerwehr Wittlich in seinem Bericht in der zurückliegenden Stadtratssitzung. Erfolgreich deshalb, weil „wir alle Erwartungen erfüllen konnten“ und die Wehr insgesamt personell gut aufgestellt sei.

Die Zahl der Wehrleute blieb laut Vollmer im vergangenen Jahr weitgehend konstant an den vier Standorten (siehe Info). Zu Standort I gehörten 55 Wehrmänner und -frauen (minus sechs im Vergleich zum Vorjahr), zum Standort II 43 (minus eins), zu Standort III 31 (minus zwei) und am vierten Standort blieb die Zahl konstant bei neun.Seit 2007 habe man den Personalbestand in der Wehr konstant gehalten, was „natürlich nicht immer so ganz einfach ist“. In der Jugendfeuerwehr seien 50 bis 60 Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren aktiv. In Sachen Altersstruktur sei man völlig breit aufgestellt, so Vollmer weiter.

5092 Stunden haben die Wehrleute im vergangenen Jahr in  Weiterbildungen gesteckt, 4727 Stunden waren es für 319 Einsätze, an denen 4168 Menschen insgesamt beteiligt waren. Das entspricht etwas mehr als 13 Wehrleuten pro Einsatz.

Die Einsätze der Wittlicher Wehr setzen sich aus 81 Bränden an Gebäuden, 24 Objekt-Bränden, sieben Auto-Bränden und 207 Hilfeleistungen zusammen. „Die Anzahl der Einsätze steigt stetig und damit auch die personelle Belastung“, sagte Wehrleiter Vollmer in der Ratssitzung.

Die meisten Einsätze verbuchte die Wehr im vergangenen Jahr im Juni, die restlichen Monate über war die Zahl in etwa gleichbleibend, die wenigsten Einsätze gab es im April. Das Hoch im Juni lässt sich, so Vollmer, nicht nur auf die Unwetter mit Überschwemmungen zurückführen, sondern auch auf Hilfeleistungen anderer Art. „Wir hatten in 2018 40 Hilfeleistungen wegen Insekten, das sind genauso viele wie für Sturmschäden oder Hochwasser“, klärte Vollmer auf.

35 Mal ist die Feuerwehr in 2018 wegen Fehlalarmen von Brandmeldeanlagen alarmiert worden. Dies sei nicht etwa auf technische Schäden zurückzuführen, sondern häufig auf falsche Bedienung oder Handhabung. Von diesen Anlagen gebe es immer mehr im Stadtgebiet, auch weil die Zahl der Industriebetriebe zunehme.

Seit Kurzem rückt die Wittlicher Wehr auf Anfrage der VG Traben-Trarbach auch nach Flußbach aus. „Die Verantwortung liegt aber weiter bei der VG“, erklärt Vollmer. Das sei ein üblicher Vorgang im Rahmen der Partnerschaftshilfe, so der Wehrführer weiter.

Wer der Wittlicher Jugendfeuerwehr zum Gewinn des Goldenen Florian verhelfen will, kann dies in einer Internetabstimmung tun: Mit ihrem Imagefilm „Lasst Träume wahr werden“ zur Nachwuchswerbung (der TV berichtete mehrfach)  tritt die Wehr für den Preis an. Und so funktioniert’s: Auf der Internetseite www.ff-wittlich.de ist ein Link, der zur Abstimmung führt und wo Interessierte ihre Stimme für die Wittlicher abgeben können. Abgestimmt werden kann noch bis Donnerstag, 4. April, 23.59 Uhr.