Feuerwehrmann will Gemeindechef werden

Am Sonntag wird in Minderlittgen ein neuer Ortsbürgermeister gewählt. Der TV stellt heute und morgen die beiden Kandidaten Torsten Konrad und Axel Hecking vor. Wir starten mit Torsten Konrad. Der 37-Jährige geht als Kandidat der FWG "Zukunft Minderlittgen" ins Rennen.

Einer der beiden Kandidaten für das Ortsbürgermeisteramt in Minderlittgen: Torsten Konrad mit seiner Tochter Anna. TV-Foto: Marion Maier

Minderlittgen. Bei Konrads herrscht Arbeitsteilung. Torsten Konrad und seine Frau Anja machen bei der Erwerbsarbeit halbe-halbe. Eine Woche arbeitet er als Intensivpfleger in einem Trierer Krankenhaus, eine Woche arbeitet sie. So können sich beide um die zwei kleinen Kinder kümmern. Konrad ist in Minderlittgen aufgewachsen. Nach der Realschule absolvierte der heute 37-Jährige in Bernkastel-Kues eine Krankenpflegerausbildung. Während des Zivildiensts arbeitete er in der chirurgischen Intensivstation eines Trierer Krankenhauses, was ihn dann auch zur Weiterbildung bewog. Seit etwa acht Jahren ist er als Intensivpfleger in Trier tätig.Nachdem Konrad während der Ausbildung großteils in der Nähe von Trier wohnte, wurde er 2000 in Minderlittgen sesshaft. Bald darauf fing er an, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Bei der vergangenen Wahl war er Mitbegründer der FWG "Zukunft Minderlittgen". Laut Konrad wollte diese Liste, für die er nun als Bürgermeister-Kandidat antritt, frischen Wind und neue Gesichter in die Kommunalpolitik bringen.Konrad: "Damals war die Stimmung hier schlecht. Die Windkraft hatte das Dorf in zwei Lager gespalten." Eins der Ziele Konrads in der Kommunalpolitik ist deshalb auch heute, das Miteinander und Füreinander im Dorf zu fördern. Für den Fall seiner Wahl will er auch mehr informieren als sein Vorgänger. So erhofft er sich ein größeres Interesse und mehr Teilhabe der Bürger an der Politik.Konkret will Konrad sich für mehr Infrastruktur im Dorf einsetzen. Dabei denkt er nicht nur an den Dorfladen, dessen Weiterbestand durch den kürzlichen Tod seiner Tante, die den Laden betrieben hat, zurzeit unklar ist. Konrad denkt auch an ein Café oder eine Kneipe, die mit vom Wandertourismus leben könnten. Im Tourismus sieht Konrad, der selbst eine Ferienwohnung betreibt, eine Möglichkeit für Minderlittgen zu Geld zu kommen. Er hofft auf Ideen der Mitbürger, den Tourismus zu intensivieren. Auch die Jugendförderung und eventuell ein Jugendraum sind für ihn wichtige Ziele. "Wir brauchen ein Programm für die Jugendlichen", sagt er. Das würde er gerne mit den Betroffenen, den Vereinen, den Eltern und mit Hilfe aus der Verwaltung auf die Beine stellen. Weiteres Ziel Konrads ist die Förderung der Vereine. Er selbst ist Gruppenführer bei der Feuerwehr und hat die meisten Vereine wie Sport-, Musik- und Männergesangverein bereits als Mitglied kennengelernt.