Feuerwerk und Forellen

Die Aktiven des Angelsportvereins Piesport können zufrieden sein. Der Andrang bei ihrem jährlichen Loreleyfest ist ungebrochen. Vor allem das Feuerwerk hat erneut für einen Riesenandrang am Moselufer gesorgt.

Piesport. (urs) Ein klein wenig hell ist es noch, als die vom Angelsportverein beauftragten Feuerwerker beginnen. Doch schließlich will sich auch der Mond dieses Schauspiel nicht entgehen lassen. Hell erleuchtet schaut er hinab auf das Treiben rund um den Piesporter Loreleyfelsen. Hunderte von Menschen sind erneut aus allen Himmelsrichtungen herbei geströmt, um sich einfangen zu lassen vom Zauber des in allen Farben schillernden Lichtermeeres. Und sie werden nicht enttäuscht. Als roter Feuerschein am gegenübergelegenen Moselufer schon das Ende des Feuerwerks ankündigt, legen die Lichtkünstler noch einmal richtig los. "Jetzt wollen sie es aber wissen", meint ein Zuschauer anerkennend.

Doch dann verlöscht es, das Licht, das den schroffen Felsen einmal im Jahr verzaubert. "Das war traumhaft schön - ich bin ganz begeistert", schwärmt Hildegard Thiel. Die Besucherin aus Sehlem erlebt die Piesporter Mosel-Loreley zum ersten Mal in Flammen. Marlene und Gundolf Lex lassen sich das seit Jahren nicht entgehen. "Ich find das ganz toll, dass die Fischer so was auf die Beine stellen - und das schon so viele Jahre", lobt die Rivenicherin. Die Atmosphäre am Moselufer sei wirklich einmalig. Wer sich das nur von den Weinbergen aus anschaue, verpasse wirklich etwas. Nicht zuletzt den guten Wein, der hier ausgeschenkt werde, fügt ihr Mann hinzu.

Nicht minder begehrt ist das, was die Angler-Küche auftischt. Geräucherte Forellen und Aal finden Jahr für Jahr reißenden Absatz. Ebenso wie der Backfisch oder in Essigsoße sauer eingelegte Rotaugen.

Während des Feuerwerks am Samstagabend geraten diese Spezialitäten aber ein wenig ins Hintertreffen. Allerdings nur für kurze Zeit. Denn hinterher ist der Ansturm auf Küche und Theke nur umso größer.