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Film ab für die Wittlicher Jugend

Film ab für die Wittlicher Jugend

Die Wittlicher Jugendlichen wollen gerne ihre Stadt zeigen: wo es ihnen gefällt, welche Plätze cool sind, und wo sie sich nicht wohlfühlen. Das Ganze mit Hilfe eines Films, der auch den politisch Verantwortlichen gezeigt werden soll.

Wittlich. "Hallo, mein Name ist Elias, und ich wohne in Wittlich. Ich zeige euch jetzt mal, wo ich mich an einem freien Tag in der Stadt aufhalte." So startet der Film, den vier Jugendliche mit Hilfe von Michael-Ron Stallwood in Wittlich aufgenommen haben.
Die Jugendlichen wollen damit ihre Sicht auf die Stadt zeigen. Elias Mussler erklärt dazu: "Es gibt zwar einen Imagefilm über Wittlich, aber in dem fühlen wir uns als Jugendliche nicht genug vertreten. Deshalb wollen wir einen Film machen, in dem wir unsere Welt zeigen." Was zu der gehört, haben sich die Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren erst einmal überlegt. Die Galerie, der Busbahnhof, die Skaterbahn, das Haus der Jugend und der Wittlicher Turnverein gehören dazu. Anschließend haben sie bewertet, welche Orte sie gut finden, und wo sie sich nicht wohlfühlen. Elias Mussler erklärt: "Am Busbahnhof fühlen wir uns nicht wohl, es ist dreckig, und es gibt Schlägereien. Da geht man beispielsweise nicht freiwillig hin." Fabienne Siebom berichtet: "Im Haus der Jugend sind wir gern, dort gibt es viele Angebot für Jugendliche, unter anderem Schlagzeug spielen oder tanzen." Das soll im Film auch gezeigt werden.
Nach dem Drehtag wird man sich in Trier noch einmal treffen, um den Film zu schneiden und mit Ton und mit Musik zu unterlegen. Dauern wird das Werk ungefähr zwei Minuten. Zu sehen kriegen sollen es auch politische Entscheidungsträger. Für Wittlich soll Bürgermeister Joachim Rodenkirch zu einer Präsentation im Juni eingeladen werden. Umgesetzt wird das Projekt mit dem Programm "Be part be you", das vom Verein Jugendnetzwerk Konz ins Leben gerufen wurde. Finanziert wird es mit Mitteln der Europäischen Union, des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen und des Landkreises Trier-Saarburg. Ziel des Projekts ist es, regionales, freiwilliges Engagement der Jugendlichen zu unterstützen. In Konz und Farschweiler sind bereits Projekte mit dem Programm entstanden. In Konz wurde ein Graffiti gestaltet und in Farschweiler ein Film. chb