Firmen suchen bei Ausbildungsmesse in Thalfang ihren Nachwuchs

Wirtschaft : Firmen suchen bei Ausbildungsmesse in Thalfang ihren Nachwuchs

Bei der zweiten Ausbildungsmesse der Realschule plus in Thalfang werben 34 Unternehmen, Organisationen und Institutionen um ihre Mitarbeiter von morgen.

Engagiert erzählt Stefan Baldy, Ausbilder bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg von den Karrieremöglichkeiten in seiner Behörde. Schulen und Bildung, Finanzen und Kommunales, Sicherheit, Ordnung und Verkehr, Bauen und Umwelt, zählt er verschiedene Fachbereiche auf. „Sie lernen alles kennen. Drei bis vier Monate sind Sie in einem Bereich und wechseln dann“, sagt er zu einer Jugendlichen, die zusammen mit ihrer Mutter den Stand der Kreisverwaltung bei der Ausbildungsmesse der Thalfanger Erbeskopf-Realschule plus besucht. „Wir müssen Präsenz zeigen“, sagt Baldy. Denn auch bei Behörden gehe die Bewerberlage zurück, sagt er.

Die Erbeskopf-Realschule plus hat am vergangenen Wochenende ihre zweite Ausbildungsmesse veranstaltet. Direkt an den Ständen von insgesamt 34 Organisationen, Firmen und Institutionen können sich die Jugendlichen nach Karrierechancen und Ausbildungsberufen erkundigen. „Wir haben Firmen eingeladen, die bereits auf der ersten Ausbildungsmesse vertreten waren“, sagt Herbert Simon, der als Berufswahlkoordinator der Erbeskopf-Realschule plus die Messe organisiert hat. Weiterhin habe man Kontakt geknüpft zu Firmen, die auf anderen Messen ihre Ausbildungsmöglichkeiten gezeigt haben. „Ich habe die Hoffnung, dass der ein oder andere hier seinen künftigen Arbeitgeber trifft“, sagt er bei der Eröffnung der Ausbildungsmesse.

Für Schüler der neunten Klasse sei die Teilnahme verpflichtend, sagt Schulleiterin Sabine Becker. Doch hätten sich auch mehr als 20 Familien aus fünften Klassen angemeldet, um sich frühzeitig zu informieren. Dazu sei die Messe auch offen für Jugendliche anderer Schulen. Die 34 ausstellenden Firmen haben ihre Stände teilweise mit großem Aufwand aufgebaut. „Für uns ist die Teilnahme an Ausbildungsmessen sehr wichtig“, sagt Damian Drzyga vom Manderner Unternehmen ThyssenKrupp Bilstein. „Wir müssen die Jugendlichen früh ansprechen, damit sie zu uns kommen“, sagt er. Mit Ausbildungsmessen, wo man in direkten Kontakt zu potenziellen Bewerbern komme, habe man gute Erfahrungen gemacht. Zehn Ausbildungsplätze besetzt das Manderner Unternehmen jährlich. Mit dabei ist auch das heimische Unternehmen Hochwaldfoods, das jährlich 18 Auszubildende am Standort Thalfang einstellt. „Bei uns können die Thalfanger Jugendlichen eine Ausbildung beginnen, ohne dass sie ein Auto brauchen“, hebt Ausbildungsleiterin Tanja Bormann hervor. Die Nachfrage ist von den Berufsrichtungen höchst unterschiedlich, sagt sie. Interessenten für kaufmännische Berufe seien leichter zu finden als für technische Berufe wie Milchtechnologe, auch, weil diese Berufe unbekannt sind. „Ich komme hierher, um mich zu informieren“, sagt Rodney aus dem neunten Schuljahr. Bei der Berufswahl ist er sich noch unsicher. Tizian aus dem achten Schuljahr begrüßt die Ausbildungsmesse: „Es ist gut zu wissen, was in einzelnen Berufen gemacht wird“, sagt er.

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