Flauschig wie ein Teppich

GONZERATH. Nach schweißtreibendem Schuften für ihren Rasenplatz und das neue Kleinfeld dürfen die Gonzerather am Wochenende endlich beides offiziell begießen.

So ganz neu ist er eigentlich nicht mehr. Seit Spätsommer vorigen Jahres kicken die Gonzerather schon auf ihrem neuen Rasenplatz. Doch an diesem Wochenende wird er endlich offiziell seiner Bestimmung übergeben. Und zwar im Rahmen des jährlichen Gemeindepokalturniers. "Da geht man wie auf einem Teppich", freuen sich die Fußballbegeisterten des Dorfes, die für die Realisierung des Platzes tüchtig mit angepackt haben. Dass sie diesen nun zwei Mal wöchentlich mähen müssen, nehmen sie ohne zu klagen in Kauf: "Das wussten wir doch vorher", meint Ralf Linn, zweiter Schriftführer des Sportvereins, lapidar. "Das spielt sich doch viel besser", betont Günter Donell und spricht damit wohl allen, die sich dafür eingesetzt haben, aus dem Herzen. Einzelne Parzellen wurden verkauft

Um sich ihren Wunsch zu erfüllen, haben einige Gonzerather mächtig geschuftet. Die Zahl der ehrenamtlichen Arbeitsstunden summiert sich laut Linn auf rund 1600 Stunden. 140 davon gehen auf das Konto von Berni Schmitt, der mit anderen nahezu jede freie Minute auf dem Sportplatzgelände verbracht hat. Da der heutige Rasenplatz, ursprünglich ein Hartplatz, vorwiegend maschinell angelegt wurde, floss der meiste Schweiß in den zusätzlich angelegten Hartplatz. Die rote Erde des umgewandelten Platzes wurde einfach einige Meter weiter auf den 60 mal 40 großen Ersatzplatz für den Winter gekarrt. Der Rest war Muskelarbeit. Auch hinsichtlich der Kosten hat der Verein mit seinen 370 Mitgliedern allen Grund stolz zu sein. Von insgesamt 114 000 Euro, die Rasen- und Kleinfeldplatz gekostet haben, hat der Verein einen großen Teil aus eigener Tasche gezahlt. An Zuschüssen, die es eh nur für den Rasenplatz gab, flossen 37 500 Euro (17 500 vom Sportbund sowie je 10 000 von Kreis und Gemeinde). Darüber hinaus verfügte der Verein zwar über ein mit fast 20 000 Euro gut gefülltes Sparbuch, was aber eben doch nicht ganz reichte. Um den unvermeidlichen Kredit möglichst niedrig zu halten, war daher Pfiffigkeit gefragt: Über den Verkauf einzelner Rasenplatzparzellen nahm der Verein 13 000 Euro ein und weitere 21 000 Euro kamen über "Schackberg"-Anleihen (von Mitgliedern gewährte Darlehen) in die Kasse.