Flexibel und bürgerfreundlich

MORBACH. (urs) In einem lockeren Gespräch mit Sozialministerin Malu Dreyer haben Mitarbeiter des Kinderhauses Mandala und der Morbacher Arbeiterwohlfahrt die Chance genutzt, ihre Arbeit ins rechte Licht zu rücken.

Mit Kinderhaus, Wasch- und Bügelstube, Betreuungsverein und Mobilem Dienst hat im Morbacher Haus der Arbeiterwohlfahrt (Awo) eine erstaunliche Mischung ein Dach über dem Kopf. Sozialministerin Malu Dreyer hält daher mit Lob nicht zurück bei ihrem Besuch des 2005 vom Land ausgezeichneten Service-Projekts Mandala sowie der Awo. "Ich bin sehr beeindruckt - von dem Kinderhaus und vom ganzen Unternehmen", gesteht Dreyer ein. Denn als ein solches sei dieses Gesamt-Projekt ja fast schon zu betiteln. Dabei zeichnen dafür verschiedene Träger verantwortlich. Und zwar mit der Awo die gemeinnützige Gesellschaft "Lernen und Arbeiten" als Träger von "Mandala". Die Vorteile von Mandala sieht Dreyer in der "Flexibilität und Bürgerfreundlichkeit". Was aber stehe und falle mit den sich engagierenden Personen: "Da braucht man ein besonderes Händchen und Kontinuität in der Sache." Ein Plus seien zudem die verschiedenen "Standbeine" des Service-Projektes. So ist Mandala parallel zur Kinder- und Hausaufgabenbetreuung von sieben bis 19 Uhr bei Umzügen behilflich oder bietet Seniorenbegleitung an. Auf Grund der positiven Erfahrungen mit der alternativen Kinderbetreuung denke die Gemeinde Morbach über ein flächendeckendes Gesamt-Betreuungskonzept nach, so Bürgermeister Gregor Eibes. Vielseitigkeit ist aber auch ein Plus des Hausherrn Awo, dessen Ortsverein Hochwald Morbach-Thalfang seit 25 Jahren besteht. Ein zentrales Betätigungsfeld ist der Awo-Betreuungsverein, der nicht nur selbst Betreuungen übernimmt, sondern für Betreuer und deren Angehörige auch ein wichtiger Ansprechpartner ist. Derzeit kümmere sich der Verein um 85 Personen, so Mitarbeiter Marcus Heintel. Infolge der Vielzahl von Aufgaben bleibe jedoch die persönliche Betreuung etwas "auf der Strecke". Heintel hatte als SPD-Ortsvereinsvorsitzender mit der Thalfanger Landtagskandidatin Bettina Brück zum "lockeren Gespräch" mit der Ministerin eingeladen. Für Brück besteht die Leistung ganzheitlicher Projekte wie der im Morbacher Awo-Haus darin, dass sie das Ziel verfolgen, "Menschen wieder in die Mitte nehmen".