Flexibilität gefordert
KLAUSEN. (cls) Zur jüngsten Elternversammlung in Klausen hat Kindergartenleiterin Christiane Gernez mehr Eltern begrüßen dürfen als das sonst der Fall war. Ein möglicher Grund: Ab 1. Januar 2006 ist nicht mehr die Kirche der Träger, sondern die Gemeinde , zum anderen auch an den geänderten Bedürfnissen der Eltern .
Kindergartenleiterin Christiane Gernez stellte in der Elternversammlung vor, wie die Öffnungszeiten des Kindergartens zukünftig aussehen könnten. Schon jetzt ist eine Betreuung bis 14 Uhr möglich. Doch die Eltern fordern mehr. Sie möchten flexiblere Öffnungszeiten, da viele Schichtdienst oder wechselnde Arbeitszeiten haben. Auch wollen sie nicht daran gebunden sein, die Kinder kontinuierlich zu fest vereinbarten Zeiten in den Kindergarten bringen zu müssen, wenn sie nur tageweise arbeiten. Dies sei aber vom Gesetzgeber vorgegeben, erklärte Bürgermeister und neuer Träger Alois Meyer. "Besteht der Bedarf und gibt es sachliche Gründe, die flexiblere Öffnungszeiten zulassen, wird der Träger dies ermöglichen", gibt er sich zuversichtlich. Der Bedarf soll nun so schnell wie möglich ermittelt werden. Stefanie Görgen, Vertreterin der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und zuständig für den Kindergartenbereich, erläuterte: "Die Kindergartenzahlen in den nächsten drei Jahren sind rückläufig. Seit diesem Jahr können laut Tagesbetreuungs-Ausbaukonzept auch Kinder ab dem zweiten Lebensjahr betreut werden. Ab dem Jahr 2010 besteht darauf sogar ein Rechtsanspruch." An kindergartenfreien Tagen außerhalb der Ferien kann ab sieben Kindern eine Notgruppe eingerichtet werden. Während der Schließungszeiten in den Sommerferien wird mit dem Kindergarten Osann-Monzel kooperiert. Berufstätige können ihre Kinder dann dort betreuen lassen. Außerdem wird der Klausener Kindergarten nicht mehr bei Fortbildungsveranstaltungen geschlossen, weil die Erzieherinnen diese nicht mehr gleichzeitig besuchen werden. Ein weiteres Thema der Sitzung war der Bustransport. Der Kreis ist nur für den Transport der Kinder zuständig, die im Ortsteil Krames wohnen. Die Kinder aus dem Ortsteil Pohlbach haben keinen Anspruch auf einen Bustransport, da sich das Kindergartengebäude auf der Gemarkung Pohlbach befindet. Es könne sein, dass der Bustransfer eingestellt wird, erklärte Bürgermeister Alois Meyer. Er hat jedoch schon bei Landrätin Beate Läsch-Weber um ein Gespräch zur Lösung dieses Problems gebeten.