Flucht nach vorn

TRABEN-TRARBACH/ WOLF. (mü) Der Förderverein der Martin-Luther-King-Schule (MLK) hat viel vor: Erstmals präsentierte sich der Verein der Öffentlichkeit, sein Hauptaugenmerk gilt der Förderung sozial und emotional beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher.

"Ich finde es sehr wichtig, die Kinder unserer Schule zu unterstützen", erläutert Helena Nagel. Sie ist Lehrerin an der Martin-Luther-King-Schule. Viele der Schüler stammen aus sozial schwachen Familien. Helena Nagel ist zudem Vorsitzende des MLK-Fördervereins, der seit zwei Jahren existiert. Sein Hauptaugenmerk gilt der Förderung sozial und emotional beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher. Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke, indem er die schulische Arbeit im Besonderen unterstützen möchte. Aber auch außerschulische Aktivitäten, wie Nachhilfe- und Förderunterricht oder die Durchführung von Schulveranstaltungen und Festen, werden unterstützt. Konkret wurden bereits Schüler bei Klassenfahrten finanziell unterstützt und der Bau eines Reitplatzes für therapeutische Zwecke realisiert. Hilfe für die Schüler gab es auch bei der Teilnahme an der "Tour d'Europe", einer Veranstaltung des Landes Rheinland-Pfalz zur Unterstützung unterschiedlicher Projekte in der Dritten Welt, speziell in Ruanda. Bei der Tour radelten die Schüler bis zu 1000 Kilometer in einer Woche. Die Besucher bei der öffentlichen Vorstellung des Fördervereines im Heinrich-Held-Haus in Traben erfuhren viel Sachliches über den Verein, der für ein besseres Verständnis gegenüber den besonderen Problemen der Schüler dieser Schule werben will. Auch die Kultur kam bei der Veranstaltung nicht zu kurz. Stefan Kritten, Lehrer an der MLK und Vorstandsmitglied, las Geschichten von heimischen Dichtern und auch eigene. "Leicht ist es nicht, an Gelder für die ungewöhnlich schwierigen Kinder zu kommen", bedauert Kritten. Musikalisch wurden die wenigen, aber sehr interessierten Besucher von "Phoenix" unterhalten. Er begeisterte am Flügel mit Werken von Johannes Brahms oder Frédéric Chopin und Franz Liszt. "Das war so phantastisch, absolut gefühlvoll und hat mich sehr beeindruckt", empfindet Kritten. Er hofft, dass sich viele Leute engagieren. "Grundsätzlich ist jeder, der sich für diese sozial Benachteiligen verantwortlich fühlt, herzlich willkommen." Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Euro im Jahr. Interessierte können sich an die Martin-Luther-King-Schule Traben-Trarbach/Wolf, Telefon 06541/816730 wenden.