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Förderantrag für das 620 000 Euro-Projekt in Maring ist genehmigt.

Kommunales : Im Bürgerhaus in Maring soll bals wieder gefeiert werden

Bis Ende der 1960er Jahre wurde hier noch fürs Leben gelernt. Anschließend wurde das Gebäude im Ortskern von Maring von Vereinen und fürs Feiern genutzt. Jetzt muss es auf Vordermann gebracht werden, ein Förderantrag für das 620 000 Euro-Projekt ist genehmigt.

Man merkt den Gemeindevertretern Marco Brixius, Alfons Meyer und Ortsbürgermeister Klaus Becker an, dass sie voller Tatendrang sind und sich freuen, dass es mit dem Bürgerhaus Maring weitergeht. Dabei macht das Gebäude unterhalb der Kirche  keinen heruntergekommen Eindruck. Es ist in einen begrünten Hof, der auch als Parkplatz dient, eingebettet, die Fassade sieht ordentlich aus, die Sprossenfenster zweifach verglast.

Im Inneren macht sich  der Handlungsbedarf jedoch schnell bemerkbar. Die Toiletten sind in die Jahre gekommen, die Gardinen waren in den 1980ern modern, die Tische wackeln, die Küche ist in grün gehalten mit braun abgesetzt und einige Geräte sind nicht mehr funktionsfähig.

Das Thema Bürgerhaus ist im Gemeinderat auch nicht neu, schon mehrfach stand es auf der Tagesordnung. Im Februar 2015 etwa hatte die BI Maring-Noviand es angesprochen. „Es wurden auch Förderanträge gestellt, die aber abgelehnt worden sind,“ erklärt Alfons Meyer, dritter Beigeordneter.

Jetzt hat sich der Rat aber noch einmal intensiv des Themas angenommen und einen Erfolg erzielt.

Ein Förderantrag, den die Gemeinde beim Land über die Dorferneuerung gestellt hat, ist genehmigt worden. Am 7. Juli wird der Bescheid übergeben. Es sind 60 bis 65 Prozent der Bausumme, die mit 620 000 Euro in den Vorplanungen angegeben ist. „Die genaue Summe haben wir noch nicht gesehen“, sagt der Ortsbürgermeister. In dieser Summe sind der Brandschutz und energetische Sanierung, die Sanitäranlagen und die Küche, die erneuert werden müssen, enthalten. Zudem wird das Gebäude barrierefrei mit einem Aufzug an der Giebelseite der Kirche.

Ortsbürgermeister Klaus Becker: „Um das Gebäude für die Öffentlichkeit nutzen zu können, müssen diese Dinge gemacht werden.“ Nur das Untergeschoss barrierefrei zu machen und auf den Aufzug zu verzichten ist nicht sinnvoll, weil es sonst keine Zuschüsse gibt, weil es dann nicht als „ganzheitliches“ Gebäude gilt.

Nachdem jetzt die Vorplanungen angeschlossen sind, ist es den Gemeindevertretern sehr wichtig, dass die Vereine in die weitere Planung miteinbezogen werden. „Es geht darum, welche Vereine welche Räume nutzen wollen, ob man vielleicht einen Raum teilt oder auch Räume tauscht. Das geht am besten im Miteinander“, sind sich die Herren einig. Katharina Jost, Vorsitzende des Musikvereins, der seit Jahrzehnten im Bürgerhaus probt, sagt: „Es wird Zeit, dass im Bürgerhaus etwas passiert. Bei den Toiletten ist es nötig und ein Aufzug für den Transport der Instrumente ins erste Obergeschoss ist auch gut. Das ist eine Investition in die Zukunft des Dorfs und der Vereine, damit wir noch weitere 110 Jahre hier Musik machen können.“

Den Baubeginn wird auf 2022 geschätzt und fertig sollen die Arbeiten 2023 sein.

Die Übergabe des Förderbescheids ist am 7. Juli um 16.30 Uhr im Bürgerhaus Maring. Teilnehmen werden unter anderem Staatssekretärin Bettina Brück und Verbandsbürgermeister Leo Wächter.