Förderverein stellt erste Weichen für Abtei Himmerod

Förderverein stellt erste Weichen für Abtei Himmerod

Der Himmeroder Markt soll künftig zwei Tage lang dauern, das Kulturangebot wird fortgeführt, das Angebot des Buchladens verbessert, die Bandbreite der Seminare vergrößert. Zwei Tage lang haben 47 Menschen in der Abtei Ideen für die Zukunft gesammelt.

Großlittgen. Walter Densborn kann wieder ruhiger schlafen. Denn Buchladen und Gaststätte in Himmerod laufen laut dem ehemaligen Manderscheider Verbandsgemeindebürgermeister gut - betrieben zum Teil mit Hilfe von ehrenamtlichen Kräften. "Wir zeigen, dass man die Betriebe wirtschaftlich führen kann." Ebenfalls würden in der Buchhandlung, die mit neuen Exemplaren ausgestattet worden sei, wieder mehr Menschen einkaufen, auch weil sie Himmerod unterstützen wollten. "Wir haben uns vorgenommen, dass es funktioniert - und es läuft", sagt Densborn über die Leitung der Wirtschaftsbetriebe, die im Sommer Insolvenz angemeldet hatten. Seitdem ist einiges geschehen. So hat sich vor drei Wochen ein Förderverein gegründet, der der angeschlagenen Abtei auf die Beine helfen will (der TV berichtete). Unter anderem auch, indem er sich um Gaststätte und Buchladen kümmert, die derzeit unter den Fittichen des Himmeroder Forums stehen. 160 Mitglieder hat der gemeinnützige Verein bereits. 200 sollen es bis zum Jahresende werden und gar 500 im nächsten Jahr, so das Ziel des ersten Vorsitzenden Thomas Simon.
Um Ideen für die Zukunft der Abtei zu sammeln, haben Vereinsmitglieder und weitere Menschen, denen Himmerod am Herzen liegt, jetzt zwei Tage lang beraten. 47 Himmerod-Freunde aus der Region und darüber hinaus kamen zusammen. Aus ihrer Sicht soll es beispielsweise mehr Seminare für Führungskräfte geben, auch mit Unterstützung der Geistlichen. "Wir wollen uns auf unterschiedlichste Gäste einrichten", kündigt Simon an. So sind Großeltern-Enkel-Wochenenden im Gespräch. Das Kulturprogramm mit Konzerten und Ausstellungen soll weiterlaufen, die Himmeroder Woche ausgebaut werden. "Der Himmeroder Markt wird auf zwei Tage ausgedehnt, dann wird er auch für die Aussteller interessanter, und die Region wird stärker beteiligt", sagt Densborn, der einen Beisitzerposten im Förderverein innehat. Bei sogenannten Werkswochen, in denen kleinere Reparaturen zum Erhalt der Bausubstanz angegangen werden, sollen künftig auch Jugendliche und junge Erwachsene mithelfen und über die Kammern und Berufsschulen angesprochen werden. Allerdings stehen auch Arbeiten an, für die professionelle Hilfe nötig ist: Die Schieferdächer und Regenrinnen müssen zum Teil erneuert, die Mauer rund um die Abtei ausgebessert werden.
Der wichtigste Punkt in den Augen Densborns aber bleiben die Betriebe, die auch im Winter kein Minus einfahren sollen, was zuletzt im sechsstelligen Bereich der Fall war, heißt es. "Einfach, preiswert, leistungsstark" laute die neue Losung für die Gaststätte, wie ein Werbe-Slogan. Zwei neue Gesichter gibt es schon: In den nächsten Tagen bekommt Himmerod Zuwachs von einem weiteren Mönch, nachdem bereits vor einigen Monaten Priester Manfred Fritsch neu in die Eifel gekommen ist. uqExtra

Wer Mitglied im Förderverein Himmerod werden will, findet in den nächsten Tagen im Internet unter www.abteihimmerod.de das Beitrittsformular. Flyer liegen in den Himmeroder Betrieben sowie in der Abteikirche aus, künftig wahrscheinlich auch in regionalen Banken. Kontakt: Thomas Simon, Am Birnbaum 16, 54296 Trier, E-Mail: tsimon@it-haus.com, Telefon 0651/9916849. Spenden können auf das Konto 32377988 der Sparkasse Mittelmosel und das Konto 5021353 der VR-Bank Wittlich überwiesen werden. uq