Natur Wann taucht der nächste Wolf im Nationalpark auf? Fotofallen sollen Nachweis erleichtern

Neuhütten/Deuselbach/Birkenfeld · Nach dem sicheren Nachweis vom Frühjahr will das Nationalparkamt genauer wissen, ob Wölfe oder Luchse durch das Schutzgebiet im Hunsrück streifen. Dabei sollen spezielle Fotofallen helfen. Wie die funktionieren, woran man die Raubtiere erkennen kann und was eigentlich bei einer Sichtung passieren würde.

 Ein Wolf schaut in einem Wildpark in Bayern hinter einem Baum hervor. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde im Frühjahr durch genetischen Nachweis der Besuch eines Grauwolfs bestätigt. Nun hat man dort spezielle Fallen für weitere Bildnachweise installiert.

Ein Wolf schaut in einem Wildpark in Bayern hinter einem Baum hervor. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde im Frühjahr durch genetischen Nachweis der Besuch eines Grauwolfs bestätigt. Nun hat man dort spezielle Fallen für weitere Bildnachweise installiert.

Foto: dpa/Lino Mirgeler

Wölfe sind in der Eifel schon häufiger gesichtet worden und haben dort ihre Spuren hinterlassen. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald dagegen gab es in diesem Frühjahr erstmals einen unbestreitbaren Nachweis dafür, dass dort ein Wolf durch die Wälder gestreift sein muss. Zunächst hatte ein Tier eine Fotofalle am Erbeskopf bei Deuselbach ausgelöst. Wegen der schlechten Qualität der nächtlichen Aufnahme konnte es allerdings nicht zweifelsfrei als Wolf identifiziert werden. Die Analyse einer Kot-Probe, die ein Wanderer bei Hüttgeswasen/Thranenweier entdeckte, erbrachte dann allerdings den definitiven Nachweis, dass ein männlicher Grauwolf in dem Schutzgebiet unterwegs gewesen war.