Freibad, Friedhof, Fernwärme

Die Ortsverschönerung und die Sanierung öffentlicher Einrichtungen liegen den Mitgliedern des Morbacher Ortsbeirats besonders am Herzen. Das Gremium fordert, die Sanierung des Freibades nicht länger aufzuschieben und kritisiert den Eindruck, den lange leerstehende und verfallende Immobilien machen.

Morbach. Was soll sich im Ortsbezirk Morbach in den kommenden Jahren verändern? Darüber hat der Morbacher Ortsbeirat in seiner letzten Sitzung vor der Wahl ausgiebig diskutiert. Besprochen haben die Kommunalpolitiker sowohl ihre Wünsche an den Gemeinderat als auch die kleineren Arbeiten, die die Morbacher aus ihrem Budget bestreiten.
Bei den Investitionen, die in die Haushaltsplanungen des Gemeinderats eingebracht werden sollen, hat Ortsvorsteher Georg Schuh eine Palette von 17 Wünschen für die kommenden Jahre vorgeschlagen, die im Laufe der Diskussion von den Mitgliedern des Gremiums um weitere Punkte ergänzt worden ist. Beispiele sind die Sanierung der Gehwege in der Bahnhofstraße, ein Treppenlift für das Haus der Begegnung, Konzepte zum Aufbau eines ärztlichen Versorgungszentrums, der Friedhofsgestaltung und weiterer Nahwärmenetze.
Dabei gebrauchte Schuh mehrfach den Begriff Dauerbrenner für Investitionen, die jedes Jahr auf der Liste der Wünsche erscheinen, wie die Förderung privater Sanierungen an Wohngebäuden oder Arbeiten, die bisher nicht umgesetzt wurden. Dazu gehört die Sanierung des Freibades mit einem Nutzungskonzept für das Freizeit- und Sportzentrum.
Gerade das Freibad liegt den Mitgliedern des Gremiums offensichtlich schon lange auf der Seele. "Die Dringlichkeit hat der Ortsbeirat der Gemeinde schon seit Jahren mitgeteilt", sagt Ortsvorsteher Schuh. Jürgen Jakobs ergänzt: "Die Technik verabschiedet sich Stück für Stück." Das Schwimmbad sei eine ganz wichtige Sache, die höchste Priorität genießen sollte.
Ortskern aufwerten


Von ihrem Ortsbudget in Höhe von 32 500 Euro wollen die Morbacher im kommenden Jahr 12 500 Euro ins Haus der Begegnung stecken. Weitere Kellerräume sollen entrümpelt und für Morbacher Vereine nutzbar gemacht und die Küchenausstattung verbessert werden. 8500 Euro sollen dem Ortskern zu Gute kommen. Hier sollen an historischen Gebäuden Tafeln mit Informationen aufgestellt werden.
Zudem soll in Abstimmung mit der Gemeinde und dem Gewerbe- und Verkehrsverein die Weihnachtsbeleuchtung ausgebaut werden. Auf dem Friedhof soll eine zweite Station mit Gießkannen aufgestellt werden. Im Ort sollen Bordsteine abgesenkt und auf Spielplätzen weitere Spielgeräte aufgestellt werden.
Ratsmitglied Kurt Müllers kritisiert das schlechte Erscheinungsbild Morbachs an den Ortseinfahrten mit einer Brandruine und einem mit Pfützen übersäten Mitfahrerparkplatz entlang der Hunsrückhöhenstraße. "Im Dorf versuchen wir, alles schön zu machen, und vor dem Ort erschrecken sich die Leute, bevor sie reinkommen."
Auch im Ortskern machen mehrere Gebäude einen schlechten Eindruck, so wie die ehemaligen Geschäftshäuser Thömmes und Bohr sowie das einstige Feuerwehrhaus in der Birkenfelder Straße.
Müllers forderte die Gemeinde auf, hier nach Lösungen zu suchen. Erwin Weber stellte fest, dass trotz Aktionen wie "Morbach blüht auf" auch die Bereitschaft vieler Haueigentümer nachgelassen hat, ihre Gebäude mit Blumen zu schmücken. Er schlägt einen Wettbewerb vor, um dagegen zu wirken.