FREIZEIT

WITTLICH. Mehr Flexibilität im Schwimmbad fordert ein Leserbriefschreiber: Er will Bahnen schwimmen und findet die bisherige Reglung verbesserungswürdig. Der TV hat für ihn nachgefragt.

"Schwimmen ist gesund und wird von jedem Arzt und den Krankenkassen bei Rückenproblemen und für die Fitness empfohlen", schreibt ein Wittlicher. Er hat's am Kreuz und das Vitelliusbad sei seine erste Adresse. Doch schon im Winter war er unzufrieden. Morgens fand er im Hallenbad zwei Schwimmerbahnen, der Rest war für den Schulbetrieb. Eine gute Lösung sei das. Aber: "Aus unerfindlichen Gründen ist es nachmittags, auch wenn sich nur drei Personen im Hallenbad befinden, nicht möglich, den Schwimmern Bahnen zur Verfügung zu stellen." Weil dann komplett in Schwimmer und Nichtschwimmer unterteilt werde, habe er sich entschlossen, im Winter nach Trier zum Schwimmen zu fahren.Sperrung wird um 18 Uhr aufgehoben

Die Stadtverwaltung Wittlich nimmt zu seiner Aussage Stellung: "Im Hallenbad muss entsprechend der Vorgaben des zuständigen Ministerium der öffentliche Schwimmbetrieb vom Schulschwimmen getrennt stattfinden. Deshalb werden an den Wochentagen Bahnen für das Schulschwimmen abgetrennt. Dies gilt auch während der Spielnachmittage: Donnerstag, Freitag und Samstag." Doch der Winter ist jetzt passé. Deshalb freute sich der Bahnenschwimmer auf die Freibad-Saison, allerdings fand er wieder keine kompletten Bahnen für Schwimmer, da von 12 bis 18 Uhr ein Springerbecken abgeteilt ist. "Da ich aber etwas für meine Gesundheit tun wollte und ich im übrigen Eintritt bezahlt habe, begann ich auf Bahn acht zu schwimmen und tauchte unter der Absperrleine durch." Dann habe ihn ein Herr in weißen Shorts darauf aufmerksam gemacht, dass das aus Sicherheitsgründen verboten sei. "Auf dem einer Sprungbrett erfreuten sich zwei Achtjährige ihrer Springkünste, also etwa zehn Meter entfernt. Gefahr?", fragt sich der Leserbriefschreiber, der mehr Flexibilität fordert. Er findet, dass alle ihrem Vergnügen oder Sport nachgehen könnten, wenn die Bahnen sieben und acht generell für Schwimmer abgetrennt seien. Die Stadtverwaltung allerdings betont: "Das Badepersonal hat hinsichtlich der Regelung im Schwimmerbecken bisher nur positive Rückmeldungen erhalten. Das man es nicht jedem der - hoffentlich wieder - über 100 000 Besucher jährlich recht machen kann, ist verständlich." Der Bademeister teilte jedenfalls dem kritischen Besucher mit, dass um 18 Uhr die Sperrung aufgehoben werde. Da jedoch dann der Schwimmverein die Bahnen sieben und acht für den Nachwuchs abtrennte, versuchte der Bahnenschwimmer, sein Pensum auf Bahn drei zu absolvieren: "Und siehe da, zwei 18-jährige Springkünstler vollführten tolle Salti und Schrauben vom einer Brett an Bahn zwei, was allerdings völlig ungefährlich war, da es ja nach 18 Uhr war und die Absperrleine entfernt worden ist." Die Stadtverwaltung Wittlich informiert über Pressesprecher Ulrich Jacoby dazu: "Im Schwimmerbecken des Freibades wird der Sprungbereich bereits seit Jahren von 12 bis 18 Uhr vom übrigen Bereich abgetrennt. Dies muss aus Sicherheitsgründen geschehen, weil wir im Freibad nicht über ein eigenes Sprungbecken verfügen. Nur so können wir die Sicherheit der im Becken schwimmenden und der ins Wasser springenden Personen gleichermaßen gewährleisten. Der Sprungbereich darf während der Öffnung der Sprunganlage nicht durchschwommen werden. Hieran scheitert der Vorschlag einer Längsabsperrung - also der Freigabe von zwei Bahnen während des Sprungbetriebs.. Außerdem lässt sich eine solche Absperrung des Sprungbereiches unter Ausklammerung von zwei Längsbahnen technisch mit den vorhandenen Leinen nicht durchführen." Generell fasst Jacoby zusammen: "Bahnenschwimmen ist ohne Einschränkungen, also auf der vollen Länge von 50 Metern, täglich von 7.30 bis 12 Uhr und ab 18 Uhr bis zur Schließung des Bades möglich. Unsere vielen regelmäßigen Besucher wissen dies und machen hiervon auch ausgiebig Gebrauch." Was brennt Ihnen auf den Nägeln? Schildern Sie uns Ihr Problem auf maximal einer Din-A4-Seite und schicken Sie es als Brief an: Trierischer Volksfreund, Stichwort: " TV bringt's voran”, Hanns-Martin-Schleyerstraße 8, 54294 Trier, oder als E-Mail an: thema@volksfreund.de. Der TV bringt ihr Thema voran.