Freizeit

Zum Bericht "Der Ball rollt, die Radler spenden" (TV vom 23. Dezember 2016) und zur Funktion des Eventum schrieb uns dieser Leser:

Im Dezember fand ein Fußball-Benefizturnier im Eventum statt. Ich halte es für bemerkenswert, dass an einem Wochenende im Rahmen eines Hallenfußballturniers eine Spendensumme von 8000 Euro erzielt wurde. In Ergänzung zu diesem Artikel hätte ich mir ein Foto von der Veranstaltung gewünscht, um eine höhere Aufmerksamkeit zu erzeugen und um die Bedeutung dieses ehrenamtlichen Engagements deutlicher hervorzuheben. Das Eventum ist im Rahmen des Benefizturniers seiner Funktion als Veranstaltungsort für Sportevents gerecht geworden. Neben solchen Sportevents finden dort Vereinssport, Schulsport des Cusanus-Gymnasiums und der Kurfürst-Balduin-Realschule plus, kulturelle Veranstaltungen, Wahlkampfveranstaltungen und sogar Weihnachtsfeiern statt. Beide Schulen haben regelmäßigen Anspruch auf ein Hallendrittel im Eventum. Fallen die außerschulischen Veranstaltungen auf Wochentage wie die Preisverleihung an Herta Müller oder eine Wahlkampfveranstaltung der CDU, muss das Eventum zwecks Vor- und Nachbereitung solcher Veranstaltungen mehrere Tage für den Schulsport gesperrt werden. Als Sportlehrer der Kurfürst-Balduin-Realschule plus war ich bereits einige Male davon betroffen. Von Mittwoch, 7. Dezember, bis Freitag, 9. Dezember, wurde das Eventum jeweils ganztägig für eine Weihnachtsfeier eines Unternehmens gesperrt. Hierdurch konnten mindestens 22 Sportstunden nicht stattfinden. In diesem Zusammenhang stelle ich mir einige Fragen: Informiert die Stadtverwaltung die Kreisverwaltung als Schulträger über die Hallensperrungen? Falls ja: Werden die Hallensperrungen und der damit einhergehende Ausfall einer nicht unwesentlichen Anzahl an Sportstunden von der Kreisverwaltung billigend in Kauf genommen? Sollen auch in Zukunft Sportstunden nicht stattfinden, weil die Stadt Einnahmen zwecks Verringerung ihres Hallendefizits erzielen muss? Die Leidtragenden sind wie so oft die Kinder und Jugendlichen, die immer weniger Bewegungszeiten in einer sich rasant verändernden Medienwelt erfahren. Es wird immer schwieriger, die Kinder zum lebenslangen Sporttreiben zu ermuntern, weil es an Kontinuität und Regelmäßigkeit fehlt. Ich wünsche mir, dass sich die Kreisverwaltung als Schulträger und die Stadtverwaltung über die Einsatzpriorität im politisch gewollten Kompromissprojekt Eventum klar werden und dass es vor allem im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen keine Hallensperrungen mehr gibt. Normen Klock, Wittlich