Fremdenfeindliche Attacke in Wittlich nur vorgetäuscht

Fremdenfeindliche Attacke in Wittlich nur vorgetäuscht

Der Angriff, den ein türkischstämmiger 20-Jähriger in Wittlich Anfang Oktober bei der Polizei angezeigt hatte, war keine fremdenfeindliche Attacke eines Unbekannten. Das haben Ermittlungen ergeben. Vielmehr hätten sich Täter und Opfer gekannt.

Den fremdenfeindlichen Angriff, den ein 20-jähriger Mann in Wittlich Anfang Oktober angezeigt hat, hat es so nie gegeben. Das ist das Ergebnis von Ermittlungen der Polizei.

Der türkischstämmig junge Mann hatte Strafanzeige bei der Polizei gestellt, weil, er von einem Unbekannten attackiert worden sei. Daraufhin hatte die Polizei Zeugen für die Körperverletzung mit fremdenfeindlichem Hintergrund gesucht.

Daraufhin meldeten sich mehrere Zeugen bei der Polizei. Sie hätten die Tätlichkeiten am 30. September in der Nähe der Unterführung Richtung Händelstraße in Wittlich mitbekommen. Aus den Schilderungen der Zeugen sei deutlich geworden, dass sich Täter und Opfer durchaus gekannt hätten.

Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei brachten schließlich ans Tageslicht, dass persönliche Differenzen Grund für die Auseinandersetzung zwischen dem 20-Jährigen und dem 24-jährigen in Wittlich wohnenden Tatverdächtigen waren.

"Von einer fremdenfeindlich motivierten Tat ist aufgrund der bisherigen Ermittlungen nicht mehr auszugehen. Vielmehr wurde auch gegen den 20-Jährigen wegen des Verdachts der Vortäuschung und Vereitelung einer Straftat ermittelt", teilt die Polizei mit.

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