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Fremdenverkehrsausschuss Morbach Mehr Übernachtungen

Tourismus : Mehr Übernachtungsgäste

Durchweg positiv sind die Zahlen, die die Verwaltung den Mitgliedern des Morbacher Fremdenverkehrsausschusses vorgelegt hat.

Die Tourismuszahlen wachsen langsam, aber sie wachsen. Bei der Sitzung des Fremdenverkehrsausschusses der Einheitsgemeinde Morbach hat die stellvertretende Leiterin der Tourist-Info, Kerstin Thommes, den Ausschussmitgliedern eine Übersicht über das Jahr 2017 gegeben.

Demnach sind gegenüber dem Vorjahr sowohl die Anzahl der Gäste von 19 830 auf 20 411 um 2,9 Prozent als auch die Anzahl der Übernachtungen von 67 237 auf 69 259 mit einer Plus-Quote von drei Prozent angestiegen. Zum Vergleich: Im Landkreis ist die Entwicklung mit minus 2,2 Prozent bei den Gästezahlen und minus 3,5 Prozent bei den Übernachtungszahlen rückläufig. Da sich die Anzahl der Gästebetten im Morbach verringert habe, sei die Auslastung um 3,1 Prozent höher als im Vorjahr, sagt Thommes.

Den Archäologiepark Belginum besuchten im Jahr 2017 7847 Menschen - soviele wie seit 2011 nicht mehr. Die Tendenz für 2018 liege ähnlich wie im Vorjahr, sagt Thommes. Das Holzmuseum hat 2017 ebenfalls mit 4091 mehr Besucher zu verzeichnen als in den beiden Vorjahren mit gleichbleibender Tendenz 2018. Thommes rechnet für 2019 wegen einer neuen Sonderausstellung, die unter dem Motto Räubertabak steht, ebenfalls mit guten Besucherzahlen. Das Deutsche Telefonmuseum hat 2017 mit 1067 Besuchern ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Jedoch sind die Zahlen in diesem Jahr mit 673 Besuchern bis Ende September stark rückläufig. Derzeit wird das Museum umgebaut und die Fläche verkleinert.

Ein wichtiges touristisches Aushängeschild bleiben die Premiumwanderwege, die die Touristinfo stetig weiterentwickelt. An mehreren Routen sind Schutzhütten hinzugekommen, bei einigen stehen im kommenden Jahr Neuzertifizierungen an. An der Landzeittour seien die bisherigen Figuren abgebaut worden. Die neuen bis zu 1,60 Meter hohen Figuren aus Holz sind zwar bereits fertiggestellt, sollen aber erst im Frühjahr montiert werden.

Ausschussmitglied Peter Schimper moniert, dass für Radtouristen zu wenig getan werde. Im Umkreis, beispielsweise an der Mosel, müssten Schilder aufgestellt werden, die nach Morbach weisen. Ein Vorschlag, den Bürgermeister Andreas Hacke­thal dankbar aufnahm.

Keine Erwähnung im Ausschuss haben der Nationalpark Hunsrück-Hochwald und das Café Heimat gefunden, dessen Betreiber derzeit ein kleines Kino anbaut und am Morbacher Weihnachtsmarkt erstmals Filme zeigen will.

Hackethal sagt auf Nachfrage, dass die Tourist-Info eine Infostelle für den Nationalpark sei. Mit dem Betreiber des Café Heimat sei man in enger Abstimmung.