Freund Günter soll helfen

KRÖV. Das Schwimmbad Kröv muss dringend saniert werden. Eine Förderung über das Sportförderprogramm "Goldener Plan" des Landes ist möglich, doch das würde mindestens fünf Jahre dauern, weil der Kreis andere Projekte für vordringlicher hält. Kröv-Bausendorfs VG-Chef Otto Maria Bastgen hofft dennoch auf eine schnelle Förderung und auf die Hilfe von Günter Rösch.

Gibt es doch noch ein gutes Ende für das Kröver Freibad? Im Moment sieht es so aus, als ob die dringend notwendige und etwa 1,5 Millionen Euro teure Sanierung frühestens in fünf Jahren in Angriff genommen werden kann. Weil das Becken und die im Erdreich verlegten Leitungen undicht sind, versickern Jahr für Jahr 6400 Kubikmeter erwärmtes Beckenwasser im Boden. Wasser für 30 000 Euro versickert im Boden

Das verursacht Kosten von rund 30 000 Euro. Das Schwimmbad Manderscheid, das sich ebenfalls in einem äußerst schlechten Zustand befindet, wird über das Landesförderprogramm für Schwimmbäder gefördert. Im Gegenzug erhoffte sich die VG Kröv-Bausendorf anderweitig bevorzugt behandelt zu werden. Doch daraus wurde nichts. Im November 2005 legte der Kreisausschuss die Prioritätenliste für das Sportförderprogramm "Goldener Plan" 2006 für den Landkreis fest. Darin ist die Sanierung des Freibades Kröv erst an fünfter Stelle zu finden. An erster Stelle steht die Sanierung der Schachsportstätte Hasenmühle Wittlich, es folgen auf den Plätzen der Sportplatzneubau in Mülheim, die Generalsanierung des Sportplatzes Enkirch und der Umbau des Sportplatzes Niederemmel-Piesport. Bastgen gegenüber dem TV: "Wir hatten gehofft, auf der Prioritätenliste weiter oben berücksichtigt zu werden. Wir sind vom Kreis enttäuscht." Bastgen hofft nun auf alternative Fördermöglichkeiten seitens des Landes. Im Dezember hat er den SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Günter Rösch angeschrieben und bittet ihn um Unterstützung. Bastgen: "Auch bei der Realisierung des Gemeinde- und Sportzentrums Bausendorf hat mein Freund Günter Rösch gut geholfen." Für Bastgen gibt es keine Alternative

Rösch, der nach der Landtagswahl im März aus dem Parlament ausscheidet, will sich bei Innenminister Karl-Peter Bruch dafür einsetzen, das Kröver Schwimmbad in eine andere Förderung hineinzubekommen. Rösch gegenüber dem TV: "Es gab bereits mehrere Gespräche in Mainz, und es wird einen Termin vor Ort geben. Am 16. Januar werden Innenminister Bruch, VG-Chef Bastgen, Ortsbürgermeister Trossen, der Landtagsabgeordnete Burgard und ich in Kröv über die zukünftige Entwicklung des Schwimmbades und über Fragen der Finanzierung sprechen." Für Bastgen jedenfalls gibt es keine Alternative für eine möglichst schnelle Sanierung. Bastgen: "Für unsere gesamte Verbandsgemeinde mit ihren rund 700 000 Übernachtungen pro Jahr und die Stadt Traben-Trarbach, die kein eigenes Freibad besitzt, ist die Modernisierung des Kröver Schwimmbades unter struktur- und fremdenverkehrspolitischen Gründen zwingend erforderlich."

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