Freundschaftsvertrag mit Leben gefüllt

Freundschaftsvertrag mit Leben gefüllt

Mit einer Feierstunde hat sich Peter Brucker als Präsident des Partnerschaftskomitees der Orte Morbach, Pont-sur-Yonne und Geraberg zurückgezogen. Gleichzeitig wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Morbach. (red) Im Sitzungssaal des Rathauses in Morbach hat am Freitagabend eine - eher weniger - freudige Veranstaltung auf dem Programm gestanden. Zahlreiche Ehrengäste waren gekommen, um an der Verabschiedung des langjährigen Präsidenten des Morbacher Partnerschaftskomitees für die Dreierpartnerschaft Pont-sur-Yonne - Geraberg - Morbach teilzunehmen.

Bürgermeister Gregor Eibes hob die großen Verdienste des "Motors" der Partnerschaft hervor. Mit großer Überzeugung und Tatkraft hat Peter Brucker in den 21 Jahren seiner Präsidentschaft die wichtige Partnerschaft zum ehemaligen "Erbfeind" Frankreich gepflegt und ausgebaut. Was die Visionäre Konrad Adenauer und Charles de Gaulle am 22. Januar 1963 mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages ins Leben riefen, wird in Partnerkommunen beider Länder mit Leben erfüllt. Nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" ist durch die Vereinigung mit Geraberg in Thüringen eine Dreierpartnerschaft entstanden, die auch die östliche Seite in die deutsch-französische Freundschaft mit einbindet.

Als Dank und Anerkennung für seine beispielhaften Verdienste um die Partnerschaft ernannte Bürgermeister Gregor Eibes Peter Brucker, den Träger der Großen Ehrung der Gemeinde Morbach, zum Ehrenpräsidenten. Diesen verdienstvollen Titel trägt auch sein Vorgänger Karl Denkel als Mitbegründer der Partnerschaft im Jahr 1969.

Ehrenmedaille in Gold und kunstvolle Bilder



Die Generalsekretärin des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz/Burgund, Martine Durand-Krämer, bedankte sich bei Peter Brucker für sein vorbildliches aktives Wirken, das in vielen anderen Partnerschaftskommunen wünschenswert wäre, mit der höchsten Auszeichnung, der Ehrenmedaille in Gold. Auch die Bürgermeisterin von Pont-sur-Yonne, Jeanine Domat und der Komiteepräsident Bertrand de Bruyne hoben die Verdienste des Motors der Partnerschaft hervor und bedauerten wie alle Offiziellen sein Ausscheiden als Präsident. Als Dank überreichten sie kunstvoll gestaltete Bilder aus den Partnergemeinden. Als große Überraschung überreichte der Vertreter des Partnerschaftsverbandes Burgund - Rheinland-Pfalz, Bernard Spetz, eine Ehrenmedaille der Städtepartnerschaften, die bis dato noch an keine Einzelperson vergeben wurde.

Als neuer Komiteepräsident wurde der gebürtige Franzose Serge Antony aus Morbach bestellt. Er ist sich sicher, dass er in große Fußstapfen eintreten wird. Die Aufgabe fällt leichter mit dem Wissen, dass Peter Brucker als Ehrenpräsident die Partnerschaft auch zukünftig noch aus der ersten Reihe begleiten wird.

In seinem Schlusswort bedankte sich Peter Brucker in bewegten Worten bei allen, die seine Partnerschaftsarbeit begleitet und unterstützt haben. Er werde sich nicht zurückziehen, sondern seinen Einsatz in der erfolgreichen Mali-Hilfe, die sehr viel Engagement erfordert, noch stärker einbringen. Da die Mali-Hilfe in der Partnerschaft entstanden ist, verband er damit die Hoffnung, dass sie auch dort weiterhin Bestandteil des Zusammenwirkens bleibt.

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