Friedensaktivist steht vor Gericht

Friedensaktivist steht vor Gericht

Cochem. (red) Im Juli vergangenen Jahres drangen drei Mitglieder der Friedensbewegung in die Fliegerkaserne in Cochem-Brauheck ein, um so gegen die Lagerung von Atomwaffen in Büchel zu protestieren. Auf dem Kasernengelände verteilten sie Rosen und Flugzettel, auf denen sie die Soldaten aufforderten, sich nicht an der nuklearen Teilhabe zu beteiligen.Einer von ihnen, Pfarrer Matthias Engelke (Nettetal-Lobberich), muss sich nun am kommenden Montag, 14 Uhr, vor dem Cochemer Amtsgericht wegen dieser Aktion verantworten.

Ihm wird Hausfriedensbruch vorgeworden. In einem Strafbefehl erhielt er eine Verwarnung mit der Androhung einer Geldstrafe von 1500 Euro, sofern er sich in den kommenden zwei Jahren strafrechtlich etwas zuschulden kommen lasse. Außerdem soll er eine Geldbuße über 500 Euro zahlen.

Gegen diesen Strafbefehl legte Engelke, der auch Mitglied des Initiativkreises gegen Atomwaffen und des Internationalen Versöhnungsbundes ist, Widerspruch ein, so dass es nun am Montag zu einer mündlichen Verhandlung vor dem Cochemer Amtsgericht kommen wird.