Frische Farbe, mehr Platz

Mit Muskelkraft und pfiffigen Ideen haben die Bürger von Emmeroth ihr Gemeindehaus renoviert.

Emmeroth. (urs) Fast 60 Jahre ist es alt, das Gemeindehaus in Emmeroth. Doch für die Bürger ist das früher von der Feuerwehr genutzte Gebäude unverzichtbar. Wohl deshalb hat sich auch kaum einer gedrückt, als es darum ging, das dreigeschossige Haus zu renovieren. Ortsvorsteher Guido Stoffel erzählt, dass etwa 20 der insgesamt rund 50 Emmerother angepackt haben.Für den ursprünglich geplanten Innenanstrich des Gebäudes, das im Erdgeschoss mit Theke und Backes ausgestattet ist, wäre das nicht nötig gewesen. Doch es lag nun einmal nahe, die schon lange ins Auge gefasste Erweiterung des Saales in Angriff zu nehmen. Nachdem eine Zimmerwand im ersten Stock eingerissen wurde, entstand aus zwei kleineren Räumen ein geräumiger winkelförmiger Saal. Bevor es losging, hatte Stoffel im März ins Gemeindehaus eingeladen. Er habe testen wollen, "wie die Stimmung ist". Die war gut. Dennoch zogen sich die Arbeiten über den Sommer hin. Ein Pluspunkt war, laut Stoffel, dass die nötigen Handwerker wie Maurer, Verputzer oder Anstreicher fast alle im Ort vertreten sind. Ein in der ehrenamtlichen Bautruppe fehlender Elektriker kam von außerhalb. Doch ein Ende ist nicht in Sicht. "Die Baustelle lebt vom Weitermachen", kommentiert Stoffel die Entwicklung. Der Bauabschnitt "Buswartehalle" hingegen ist so gut wie abgeschlossen. Nachdem eine Mauer hinter dem demontierten früheren Feuerwehrtor hochgezogen wurde, kann der Emmerother Nachwuchs nun unter einem Dach auf den Bus warten.Im Moment herrscht Ruhe auf der Baustelle. Geld fehlt. Stoffel hofft auf Unterstützung vom Rat der Großgemeinde Kleinich. Emmeroth könnte die Tatsache helfen, dass die dritte Etage des Gebäudes seit 1960 an eine Essener Familie vermietet ist. Mittlerweile nutzen bereits Kinder und Kindeskinder die Wohnung als Feriendomizil.