Frischer Fisch aus dem Klosterteich
Der Samstag war für die Abtei Himmerod ein wichtiger Tag: Der neue Klosterladen wurde eröffnet, und Pater Stephan berichtete von seiner Arbeit im Sudan.
Himmerod. Es waren die beiden Ereignisse, die am Samstag das Geschehen in der Abtei Himmerod bestimmten: der neue Klosterladen und der Sudantag.Die Vorbereitungen für die Eröffnung des Klosterladens laufen schon seit geraumer Zeit. Die Maßnahme ist Teil des Planes, wie die Abtei den wirtschaftlichen Fortbestand des Klosters aus eigener Kraft sichern kann. Ziel ist es, durch eigenerwirtschaftete Einnahmen die Ausgaben decken zu können. "Wir sind in einer Situation, wo wir einen Investitionsstau abbauen müssen. Dafür wollen wir vor allem die Potenziale nutzen, über die wir selbst verfügen. Wir werden sie weiter ausbauen. Mit der Eröffnung des Klosterladens heute gehen wir einen Schritt in die richtige Richtung", sagte Abt Bruno Fromme. In den nächsten Jahren sollen nach der begonnenen Erneuerung der Kirchenheizung und dem Bau eines Heizwerkes weitere Bausteine folgen.Das Angebot im Klosterladen erstreckt sich von Fischen aus den Klosterteichen über Wurstwaren, Säfte, Viez, Bier und Klosterlikör. Es gibt auch Waren aus anderen Klöstern und Produkte des DRK-Sozialwerks: Schokolade, Plätzchen, Essig, Öl, Senf, Wein, Kaffee und auch Kosmetika gehören dazu. Mit dabei ist das DRK-Sozialwerk, das hier auch behinderte Menschen beschäftigt. In der Vorweihnachtszeit hat der Klosterladen montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Wochenende von 11 bis 17 Uhr.Am Samstag fand zeitgleich der Sudantag statt. Hier informierte Pater Stephan die Besucher im Gästehaus des Klosters und in der Klosterkirche über das Engagement der Mönche in dem afrikanischen Land. Pater Stephan ist kürzlich aus dem Sudan zurückgekehrt. Mit aktuellen Berichten verdeutlichte er die Arbeit vor Ort. "Der Sudan benötigt nach dem Bürgerkrieg weiterhin unsere Hilfe. Die Infrastruktur liegt am Boden. Wir betreuen zwölf Schulen vor Ort. Wir sorgen dafür, dass die Schulen aufgebaut und die Lehrer bezahlt werden können. Besonders liegt uns jetzt am Herzen, dass es auch nach der Schule weitergeht. Den Weg in die Berufsausbildung wollen wir weiter fördern", sagte Pater Stephan. Für ihre Arbeit wurde der Organisation kürzlich das Deutsche Spendensiegel verliehen.