Frühling mit Musik und Poesie

Zu Gesang, Klaviermusik und Poesie hatte die Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich mit Ingrid Wagner und Ute Körner eingeladen. 150 Gäste waren der Einladung gefolgt und wurden überrascht.

Chansonette Ingrid Wagner (rechts), begleitet von Pianistin Ute Körner, musizieren den Frühling in der Wittlicher Synagoge herbei. TV-Foto: Werner Klein

Wittlich. Wo bleibt der Frühling, wenn man ihn braucht? Das dachten sich die Gesangspädagogin, Opern- und Konzertsängerin Ingrid Wagner (Mezzosopran) und ihre musikalische Partnerin, die Wiesbadener Pianistin Ute Körner.

Der Titel des Liederabends "Frühling nimm mich in deinen Arm" war trotz eisiger Temperaturen draußen nicht nur Wunsch, sondern eine Aufforderung an den Frühling. Ein Blick auf das Repertoire des Abends weckte Hoffnungen: Peu à peu führten die beiden in Wittlich sehr bekannten Künstlerinnen ihre Zuhörer mit klassischen Werken von Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Christian Sinding, Frederic Chopin in die kommende, wärmere Jahreszeit.

Liesa Prehm aus Alflen und Marie Fahle aus Wittlich bauen Ingrid Wagner, ihre Lehrerin an der Musikschule, mit einem Glückskäfer aus Schokolade auf.

Das zeigte Wirkung auf Gesang und Poesie im zweiten Teil des Abends. Geflügelte Worte, Gedichte von Heinz Erhardt und Fred Endrikat, vorgetragen von Ute Körner, bewiesen eine weitere Begabung der Pianistin.

"Im Prater blühn wieder die Bäume" oder "Es wird in hundert Jahren wieder so ein Frühling sein" rundeten zusammen mit weiteren bekannten Frühlingsliedern den Abend ab.

"Ich bin mit dem Publikum sehr zufrieden, es ist eine richtig private Atmosphäre", sagte Ingrid Körner.

Und das Publikum? Sie habe eine jugendliche, in der Intonation sehr schöne Stimme. Man merke, dass beide öfter zusammen musizieren, sagen Peter Mohrs (Traben-Trarbach) und Martin Waxweiler aus Wittlich.

Martina Land aus Wittlich war von den Klängen der Pianistin Ute Körner begeistert. Nach anerkennendem Beifall für die Leistungen der beiden Künstlerinnen stand vor der Synagogentür die Realität: Väterchen Frost mit minus drei Grad.

EXTRA

Ingrid Wagner singt Mezzosopran (auch Sopran II genannt). Diese Stimmlage ist zwischen Alt und Sopran angesiedelt und unterscheidet sich gegenüber dem Sopran durch ein tieferes Timbre. Besonders auffallend ist die Fülle der Töne in der Mittellage. Ingrid Wagner ist examinierte Opern- und Konzertsängerin, freischaffende Künstlerin und unterrichtet an der Musikschule des Landkreises. Die Pianistin Ute Körner studierte ebenfalls Musik an verschiedenen Konservatorien und arbeitet als Klavierpädagogin in Wiesbaden. (wek)