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Frühstücken im "Schwarzwaldhaus"

Frühstücken im "Schwarzwaldhaus"

BISCHOFSDHRON. Der Bischofsdhroner Pension "Auf der Weide" stehen in den nächsten Monaten einige Veränderungen ins Haus. Die neuen Eigentümer verwandeln das Haus in ein Frühstückshotel – moderner Komfort zu günstigen Preisen.

Urlauber auf Zimmersuche dürften bei seinem Anblick angenehm überrascht sein. Nicht ohne Grund wird das Anwesen in einer Seitenstraße von Bischofsdhron schon mal als "Schwarzwaldhaus" bezeichnet. An diesem ersten Eindruck wollen auch die neuen Hausherren nichts ändern, die Gasthof und Pension "Auf der Weide" bei einer Versteigerung erworben haben. In punkto Ausstattung haben die Brüder Paul und Simon Armbruster aber schon einiges vor. Preisgünstige Zimmer mit modernem Komfort

So soll aus dem Haus ein "Hotel Garni" werden, ein Frühstücks-Hotel auf Drei-Sterne-Niveau, wie Paul Armbruster erklärt. Die Nachfrage dafür ist nach Einschätzung des Betriebswirtschafts-Studenten vorhanden. "Wir haben in Morbach ein Vier-Sterne- und ein Drei-Sterne-Haus - aber sonst kein klassifiziertes Hotel im Ort." Was fehle, seien etwas preisgünstigere Zimmer mit modernem Komfort. Als potenzielle Gäste hat er zum Beispiel Monteure im Auge, die manchmal nur für einzelne Tage Übernachtungsmöglichkeiten suchen, aber auch Urlauber. Eine interessante Zielgruppe - gerade im Hunsrück - seien zudem Wanderer. Die derzeit 24 Betten im Haus dürften sich daher seiner Ansicht nach vermarkten lassen. Vor allem in Kombination mit dem elterlichen "Landhaus am Kirschbaum" in Morbach. Denn Gäste, die mit Halbpension buchen möchten, sollen dort das Restaurant mitnutzen können, oder auch die Wellness-Angebote. Ein eigenes Restaurant "Auf der Weide" soll es hingegen nicht geben. Obwohl sich das anbieten würde, weil Simon Armbruster demnächst seine Ausbildung als Koch abschließt. Eine Küche "doppelt" zu unterhalten, wäre allein schon wegen des Personalaufwands einfach nicht rentabel, begründet Bruder Paul. Ganz wichtig ist den beiden stattdessen, dass "das Flair" des gemütlich wirkenden Hauses "Auf der Weide" erhalten bleibt. Im Innern sollen die Gäste allerdings auf modernste Technik treffen. Telefon und Fernseher in den Zimmern seien heute einfach ebenso Standard wie beispielsweise ein Safe für die Wertsachen, begründet Armbruster. Abgesehen von den Investitionen in die Zimmerausstattung sollen durch Umbauten in dem von den Vorbesitzern bisher privat genutzten Trakt zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Was natürlich noch einiges kosten wird, wie sich Armbruster bewusst ist. Zwar habe die Pension letztlich für 129 000 Euro den Besitzer gewechselt. Doch rechnet er damit, dass die über den Winter beginnenden Umbauten, Renovierungen und Modernisierungen sicher noch mal das Doppelte kosten werden. Die offizielle Einweihung des Hotels, das teils während des Betriebes renoviert werden soll, wird daher noch einige Zeit warten müssen.