Fünf "frisierte" Mofas

BERNKASTEL-KUES. (red) Das "Frisieren" von Mofas ist anscheinend "in" – und es ist gefährlich: Die Polizeiinspektion Bernkastel-Kues hat seit Schulbeginn in dieser Woche schon fünf manipulierte Zweiräder aus dem Verkehr gezogen.

Alle fünf Fahrzeuge waren "frisiert" das heißt: man kann damit höhere Geschwindigkeiten fahren als erlaubt. Dazu teilt die Polizei mit: "Offenbar sind vielen Jugendlichen die 25 km/h des Mofas zu wenig, und man nimmt allerlei technische Veränderungen vor, um mit den 50er-Rollern Schritt halten zu können." Bei den Kontrollen musste die Polizei leider auch feststellen, dass die Fahrzeuge technisch oft in schlechtem Zustand waren und erhebliche Mängel aufwiesen. Die Polizei weist erneut darauf hin, dass die technische Beschaffenheit der Fahrzeuge tatsächlich nur für eine Geschwindigkeit von 25 km/h ausgelegt ist; so könnten bei hoher Geschwindigkeit etwa die Bremsen versagen. Neben dieser Gefährdung haben die Fahrer auch noch mit einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren zu rechnen. Ist die Maschine schneller als 25 km/h, braucht der Fahrer eine Fahrerlaubnis, die er in fast allen Fällen nicht hat. Ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ist die Folge. Nimmt einer gar am Versicherungskennzeichen, wie in einem Fall festgestellt, Manipulationen vor, handelt er sich möglicherweise ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung ein. Auch an die Eltern richtet die Polizei die dringende Bitte, ihre Kinder von einem "Frisieren" abzuhalten. Die Polizei wird die Kontrollen der Zweiräder noch verstärken.