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Für das Alte Rathaus in Wittlich wird ein Brandschutzkonzept erarbeitet

Brandschutz : Altes Rathaus in Wittlich wird brandsicher

Besonders während der Säubrennerkirmes wäre das historische Gebäude im Falle eines Brandes nicht ausreichend geschützt. Für diesen und weitere Mängel wurde ein Brandschutzkonzept entwickelt.

„Das letzte Mal hat es 1647 einen Brand im Alten Rathaus gegeben“, erzählt Bürgermeister Joachim Rodenkirch. Und trotzdem sei es jetzt dringend notwendig, dass einige Mängel behoben werden. Bei dem unter Denkmalschutz stehende Gebäude in der Wittlicher Innenstadt gibt es laut Einschätzung eines Brandschutzunternehmens erheblichen Handlungsbedarf.

Ein Problem sei, dass das Rathaus sehr nahe an die umliegenden Gebäude gebaut ist. Im Falle eines Brandes würde sich das Feuer schnell auf die gegenüberliegenden Gebäude ausbreiten. Das erklärte Jan Friedrich vom Planungs- und Sachverständigenbüro Brandschutz Friedrich in der Sitzung des Wittlicher Stadtrates am 14. Mai.

Außerdem gebe es Mängel und schwerwiegende Schäden an verschiedenen Stellen des Gebäudes. Beispielsweise wären derzeit Löcher in der Brandwand, die dringend ausgebessert werden müssten. Um den Denkmalschutz weiter zu erhalten, müssten Brandmelder so eingebaut werden, dass sie möglichst wenig zu sehen sind. Die Elektroanlagen im Gebäude müssten ebenfalls erneuert werden.

Ein weiteres Thema, das sehr dringend behandelt werden müsste, sei die Brandschutzmaßnahme während der Säubrennerkirmes. Für den Fall, dass es während der Kirmes zu einem Brand im Alten Rathaus kommen würde, hätte die Feuerwehr keine Möglichkeit, rechtzeitig das Gebäude zu erreichen. Entweder müsse dort schnell etwas umgesetzt werden oder die komplette Nutzung in den oberen Geschossen wäre während der Kirmes nicht möglich, erklärte Friedrich.

Generell seien die Flucht- und Rettungswege nicht ausreichend vorhanden. Im Treppenraum gebe es derzeit keine Brandschutzabtrennung zu anderen Bereichen. Die oberen Geschosse müssten über die Fenster für die Feuerwehrleiter erreichbar sein. Es werde geprüft, wie das besonders an Veranstaltungen wie der Säubrennerkirmes oder der Fastnacht umgesetzt werden könnte.

Über die Kosten könne man zurzeit noch keine Angaben machen. Genaueres könne darüber erst gesagt werden, wenn die Untersuchungen und die Planung weiter fortgeschritten seien, erklärte Friedrich. „Billig wird’s wahrscheinlich nicht“, sagte Rodenkirch.

Auch wenn der letzte Brand im Alten Rathaus schon mehrere Jahrhunderte zurückliege, sei es trotzdem notwendig, dass diese Mängel behoben werden. Der Stadtrat hat den Beschluss einstimmig gefasst.  Die Planung und Kostenberechnung solle in diesem Jahr noch stattfinden und 2021 umgesetzt werden.