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Für das Projekt Stadt am Fluss in Wittlich beginnt im Mai die entscheidende Phase

Für das Projekt Stadt am Fluss in Wittlich beginnt im Mai die entscheidende Phase

Dazu muss bis November der Verkehr wegen einer Vollsperrung für die Großbaustelle umgeleitet werden. Die Anlieger brauchen deshalb gute Nerven.

In den Behörden arbeiten unfähige Dummköpfe, die nicht wissen, was die Stadt Wittlich an Hochwasserschutz für die Lieser braucht. Deshalb wird für gefährlichen Blödsinn richtig viel Geld versenkt. Geschätzt 2,5 Millionen Euro, vermutlich mehr, werden völlig unbedacht ausgegeben. Diesen Eindruck bekam man zunächst bei der Bürgerinformation über die anstehenden Arbeiten für das Projekt Stadt am Fluss, zu dem in die Synagoge gebeten wurde.

Also ein Skandal? Das glauben jedenfalls einige Wittlicher, die man ewige Mahner nennen könnte. Sie haben bei der Versammlung zum Projekt vor 50 Wittlichern vor Ungemach und Unfähigkeit gewarnt, die sie ausgemacht haben wollen.
Ist das so? Höchstens wenn man beratungsresistent ist, muss man in diesem Falle sagen. Denn tatsächlich ist in der Stadt zuvor mehrfach in offiziellen, öffentlichen Veranstaltungen ausführlich und kritisch über das Millionenprojekt "Stadt am Fluss" informiert worden (der TV berichtete mehrfach).

Deshalb sollte es auch bei der Veranstaltung am Donnerstagabend um aktuelle Fakten für die Anwohner gehen. Wann wird wo was gebaut? Was bedeutet das, wenn es nächste Woche losgeht zwischen Platz an der Lieser und dem Fluss?
Stefan Kaspari (Ingenieurbüro Reihsner) bekam schließlich Gelegenheit, die Hauptinformationen vorzutragen. Das Wichtigste an unmittelbaren Folgen ist: Die Feldstraße wird zwischen Altstadtbrücke, die befahrbar bleiben soll, bis zur Bachstraße voll gesperrt. Wer also vom Marktplatz her anrollt, muss ab 2. Mai durch die Himmeroder Straße weiter. Der Stich zwischen Radio Herber und Säubrennerklause wird zur Sackgasse ohne Anschluss in die weitere Feldstraße. Die Nutzung des Stücks durch die Geschäftsleute und Anwohner wolle man aber großzügig handhaben. Jürgen Herber sagte dazu: "Das ist da die zehnte Baustelle, die ich in 38 Jahren erlebe. Wird das Ordnungsamt Verständnis haben?"
Davon sei auszugehen, hieß es.

Der für das Projekt zuständige Stadtwerkleiter Lothar Schaefer machte klar: "Ohne Einschränkungen geht es natürlich nicht. Aber wo man helfen kann, wird man helfen."

Eine Anwohnerin wollte wissen: "Was ist mit der Lärmbelästigung?" Zwischen 7.30 Uhr bis etwa 17 Uhr müsse man mit Baulärm rechnen.

Zum Ablauf hieß es, zunächst würde das Hochbeet entfernt, dann neue Leitungen verlegt. Dazu wird auch der alte der Feldstraßenabschnitt abgetragen und das neu gebaute Stück stadteinwärts verschoben. Das solle bis zur Kirmes erledigt sein. Danach werde das neue Feldstraßenstück zur Baustellenfläche für den Abriss der Mauer und den Aufbau der Treppen und Rampen aus 600 Teilen. Ein Zaun werde die Arbeiten abschotten.

Ansonsten gibt es Listen mit Kontakten für Problemfälle. Neupflanzungen sollen die abgeholzten Bäumen "Eins zu Eins" ersetzen. Und was ist mit den Steinen von Hochbeet und Mauer? Lothar Schaefer: "Ich hatte bestimmt 30 Nachfragen: ,Was macht ihr denn mit den Sandsteinen?' Das ist trügerisch. Das meiste ist tatsächlich Beton."
Nicht nur durch die Mahner drohte die Stimmung zu kippen: Ohne Mikrofon war vieles schlecht zu verstehen, was als "Ungehörigkeit" bezeichnet wurde. Das allerdings war tatsächlich unbedacht.Extra

Mit Big Packs auf Nummer sicher gehen

Da immer noch Ängste bei Bürgern bestehen, der Hochwasserschutz würde schlechter, wenn für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes fast zwei Millionen Euro vom Land investiert werden, wurde betont, man sei auch in der Bauphase vorsichtig. So wird zum einen erst der künftige mobile Hochwasserschutz in etwa am höchsten Punkt der neuen Treppenanlage bis zur Brücke installiert. Erst dann soll die Mauer zum Fluss abgebrochen werden. Weiterhin soll als Zusatzabsicherung ein temporärer Schutz aus sogenannten Big Packs während der Baustellenzeit errichtet werden. Diese "Mauer" aus ein mal ein Meter großen Sandsäcken habe sich auch an der Kita Jahnplatz bewährt. Mehrfach wurde betont, durch die Baumaßnahme werde der bisherige Hochwasserschutz verbessert. Das künftige System sei leistungsfähiger und sorge auch schneller für Sicherheit.