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Für die Gemeindehalle in Dreis stehen größere Investitionen an

Sanierung : Undicht und schlecht belüftet

Die Gemeindehalle in Dreis wurde vor 35 Jahren gebaut. Grundsätzlich scheint sie in einem guten Zustand zu sein, dennoch stehen größere Investitionen an.

Mitten in der Gemeinderatssitzung tropft es von der Decke der Dreyshalle. Draußen regnet es. Eindrücklicher hätte es nicht sein können, als im Gemeinderat Dreis die Renovierung der Dreyshalle besprochen werden sollte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen Anwesenden klar: Die Gemeinde muss was unternehmen. Die Halle war Thema unter verschiedenen Tagesordnungspunkten. Zum einen ging es um die Lüftung, die vom TÜV Rheinland geprüft worden ist und an der es einiges nachzubessern gibt.

Zudem fehlen Brandschutzklappen in einer Wand, die die Technik­räume von der Halle trennt. Warum das so ist, kann keiner der Anwesenden erklären, denn in den Bauplänen sind sie eingezeichnet, aber offenbar wurden sie nicht montiert. Das muss nun geändert werden. Ferner stehen verschiedene Wartungsarbeiten an und die Lüftungsklappen in den Umkleiden sind zugebaut und müssen geöffnet werden.

Ein größerer Posten wird die Steuerung der Lüftungsanlage sein, die erneuert werden muss. In einem ersten Schritt will man sich mit einer Wartungsfirma in Verbindung setzen und die kleineren Arbeiten ausführen lassen. Bei der Steuerung der Lüftungsanlage versucht man Zuschüsse durch ein Förderprogramm des Bundes zu bekommen. Fakt ist aber, dass man zügig mit den Arbeiten beginnen muss, denn der TÜV hat eine Frist von drei Monaten gesetzt. Bei der Steuerungsanlage erhofft man sich zeitlichen Aufschub, da das kaum zu schaffen ist.

Insgesamt wird in die Halle laufend investiert. Beispielsweise wurden der Vorraum neugestaltet und auch der Vorplatz, aber nach 35 Jahren kommen jetzt größere Posten auf die Gemeinde zu, der die Dreyshalle gehört. Die Beleuchtung, das Dach und die Heizung sollen ebenfalls in das Bundesförderprogramm für die „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend, Kultur“ eingebracht werden.

In der Ratssitzung wurde begrüßt, dass die Gemeinde sich bemüht an Zuschüsse zu kommen, denn diese Beträge sind für den Ort alleine, kaum zu stemmen. „Die Summe wird sich hochschaukeln, denn wenn man mal am Arbeiten ist, kommt bestimmt noch einiges dazu“, so ein Ratsmitglied.

Angesprochen wurden auch die Fenster und die Fassade, die ebenfalls energetisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Sie sollen in den Förderantrag einfließen, den die Verbandsgemeinde zusammenstellt.

Was die gesamten Maßnahmen kosten werden, ist noch nicht abschätzbar. Tobias Thiel-Schruden, Sanierungsmanager der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, der den Antrag vorbereitet, sagt dazu: „Die Summe, die hier gebraucht wird, ist noch nicht überschaubar. Wir hoffen, dass es im sechsstelligen Bereich bleibt.“ Auch zeitlich sei noch nicht klar, wann die Arbeiten starten könnten, führt er aus.

Bei den kleineren Arbeiten an der Lüftung werden keine Einschränkungen bei der Nutzung der Halle nötig sein. Wenn die einzelnen Schritte des Förderantrags durchlaufen sind, könnte eine Zusage im vierten Quartal des kommenden Jahres bei der Gemeinde eintreffen. Insgesamt werden vom Bund 600 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Einige der Voraussetzungen sind, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt und die soziale Integration vor Ort gefördert werden. Durch Angebote für unterschiedliche Zielgruppen und Barrierefreiheit wird das erreicht.

Investitionen, die dem Klimaschutz dienen, werden ebenfalls berücksichtigt. Es ist zudem möglich, das Bundesprogramm mit anderen Förderprogrammen zu kombinieren. Wenn es also funktioniert, wie die Gemeinde sich das vorstellt und die Zuschüsse fließen, gehören auch die Regentropfen, die ihren Weg durch die Eternitplatten im Dach finden, der Vergangenheit an.