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Für die Kleinsten ist nichts zu teuer - Anderthalb Millionen Euro für Kita Hetzerath

Für die Kleinsten ist nichts zu teuer - Anderthalb Millionen Euro für Kita Hetzerath

Die Kita in Hetzerath wird für rund 1,5 Millionen Euro erweitert. Insgesamt hat die Gemeinde damit in den vergangenen Jahren knapp drei Millionen Euro in die Einrichtung gesteckt.

Hetzerath Wenn es rein nach den gesetzlichen Mindestvorgaben ginge, könnte sich die Gemeinde Hetzerath beim Thema Kindergarten viel Geld sparen. Weil die Ganztagesbetreuung für Kleinstkinder heutzutage aber mehr und mehr zum Standortvorteil eines aufstrebenden Wohnorts zählt, investiert die Ortsgemeinde rund 1,5 Millionen Euro in den Ausbau des Kindergartens.

Insgesamt 135 Kinder ab dem ersten Lebensjahr haben in der Hetzerather Kita derzeit Platz, aufgeteilt in sogenannte Regelgruppen für Kinder zwischen drei und sechs Jahren, Nestgruppen zwischen zwei und drei Jahren und eine Krippengruppe für die ganz Kleinen. Das ist der Stand seit Sommer 2014, als der damals "neue" Anbau, der rund 1,4 Millionen Euro gekostet hatte, in Betrieb ging. Weil Hetzerath seither jedoch weiterhin dynamisch wächst und weil , wie fast überall im Land, auch im Ort die Nachfrage speziell nach Ganztagesplätzen und speziell nach der Betreuung der Kleinen und ganz Kleinen immer größer wird, greift die Gemeinde noch mal tief in die Tasche und baut für weitere 1,5 Millionen Euro erneut eine Erweiterung der Einrichtung.

Diese wird als eingeschossiger Anbau an das bestehende Gebäude entlang des Kirchgässchens realisiert, womit die Hetzerather Kindertagesstätte insgesamt rund 170 Kindern, in acht bis neun Gruppen, Platz bieten wird. Da die Zeit drängt, sollen die Architekten Schuh und Weyer, das in der zurückliegenden Sitzung des Ortsgemeinderats präsentierte und mit der Kita-Leitung entwickelte Grobkonzept weiter ausarbeiten, so dass möglichst bereits im Sommer die Feinplanung vorliegt.

Dazu gehört übrigens auch die Option, irgendwann in (noch) unbekannter Zukunft auf diesen jetzt geplanten Neubau ein Obergeschoss und damit eine weitere Erweiterung der Erweiterung realisieren zu können. Der Erweiterung des Kindergartens vorangegangen war der Kauf des dafür notwendigen Grundstücks (der TV berichtete mehrfach). Das gehörte der Kirchengemeinde, die es in den 1960er Jahren von der Ortsgemeinde übertragen bekam. Letztere hatte den damaligen symbolischen Kaufpreis gleich als Baukostenzuschuss wieder der Kirche zurücküberwiesen — ein Geschenk, wenn man es so sehen will. Jetzt bestand die Kirche darauf, dass die Gemeinde ihr die Fläche abkauft. Preis: rund 145 000 Euro. Eine stolze Summe, die die Gemeinde gerne gespart hätte. Aber es half kein Bitten und kein Gespräch beim und mit dem Bistum, die Kirche blieb hart, die Gemeinde musste das Grundstück kaufen.DER KINDERGARTEN HETZERATH

Extra

(red) In der Einrichtung werden derzeit sechs Gruppen betreut. Es gibt laut Internetseite des Kindergartens 52 Teilzeit-Plätze und 73 Ganztags-Plätze. Für Kinder unter drei Jahren stehen 40 Plätze zur Verfügung. Öffnungszeiten: 7 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr. Zwischen 7 und 8 Uhr werden die Kinder in zwei Frühgruppen betreut. Ab 16.30 Uhr werden die Kinder in einer Spätgruppe betreut. Ganztagsplätze stehen von 7 bis 17 Uhr zur Verfügung.