Für eine gerechtere Welt

Wittlich/Trier. (red) "Rico" ist spanisch und heißt "lecker". Bolivien ist seit mehr als 40 Jahren das Partnerland des Bistums Trier. Nur folgerichtig also, dass der neue, fair gehandelte Bolivien-Schoko-Quinua-Riegel den Namen "Ricobo" trägt. Pünktlich zum Start der Bolivien-Partnerschaftswoche des Bistums, der auch in der Wittlicher Fußgängerzone gefeiert wurde, ist der Riegel angeboten worden.

Neben "Ricobo" gab es in der Wittlicher Fußgängerzone etliche weitere fair gehandelte Produkte. Bei der Präsentation der Ware ergaben sich viele Gespräche zur Bolivienpartnerschaft und zum gerechten Handel. Am Abend fand in der Alten Synagoge ein Konzert mit der Gruppe K'alaqaya aus Bolivien statt, die auch bereits am Mittag für Unterhaltung sorgte. Die Bolivien-Partnerschaftswoche steht unter dem Motto "Fair handeln - für eine gerechtere Welt". In den Gottesdiensten am 2. Oktober ist die Kollekte für Bolivien bestimmt. Werner Bühler vom Weltladen Wittlich konnte zur Eröffnung unter anderem den Landtagsabgeordneten Dieter Burgard (SPD), den Bürgermeister der VG Wittlich-Land, Christoph Holkenbrink, und weitere Politiker aus der Stadt und Verbandsgemeinde sowie den Geschäftsführer der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums, Ludwig Kuhn, begrüßen. Bühler betonte, dass sich die Verbindung des Bistums mit Bolivien von der "Bolivienhilfe" zu einer echten Partnerschaft entwickelt habe. Wichtig sei, die Selbsthilfekräfte Boliviens zu stärken. Am Beispiel von "Ricobo" machte er die Bedeutung des fairen Handels deutlich: "Es geht darum, dass den Produzenten in den ärmeren Ländern gerechte Löhne für ihre Produkte gezahlt werden müssen und dass es gerechte Arbeitsbedingungen geben muss." Der seit den 60er Jahren bestehende faire Handel fördere Kleinproduzenten, die genossenschaftlich arbeiteten. "Dadurch ist es Menschen in den ärmeren Ländern möglich, aus eigener Kraft eine menschenwürdige Existenz für sich und ihre Familien aufzubauen", erläuterte Kuhn. Ulla Knaur lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Bolivien, Johanna Neumann hat dort ein Jahr einen Sozialen Friedensdienst geleistet. "Es war für mich faszinierend, Menschen kennen zu lernen, die nur ganz wenig Geld haben und doch glücklich sind. Reich ist man im Herzen", sagte Johanna Neumann. Und Ulla Knaur betonte, dass die Partnerschaft vor allem durch die persönlichen Kontakte vieles bewirkt und Vorurteile abgebaut habe. Nähere Infos unter Telefon 0651/7105-398 oder E-Mail: weltkirche@bgv-trier.de.