"Für mich ist alles wichtig!"

Den direkten Draht zur Redaktion nutzten rund 40 Interessierte beim TV-Vereinstreffen. Der stellvertretende Chefredakteur Damian Schwickerath und Reporterchef Lars Ross standen zur Klärung von Fragen, Wünschen und "rätselhaften" Prozessen im Zusammenhang mit der Lokalzeitung Rede und Antwort.

Wittlich. "Wenn in den Städten und Gemeinden etwas passiert, dann oft auf ehrenamtlicher Basis, mit Hilfe der Vereine. Das sind Aktivitäten, über die wir gerne berichten. Dafür brauchen wir Ihre Mitarbeit", sagte der stellvertretende Chefredakteur Damian Schwickerath.

Er blickte auf rund 40 Damen und Herren. Er ermunterte alle: "Schonen Sie uns nicht, wir halten das aus. Ihr Urteil über unsere Arbeit ist uns wichtig."

"Für mich ist alles über meinen Verein wichtig. Warum werden dann die Texte von uns so oft gekürzt?", wollte daraufhin prompt ein Herr wissen, zumal ausgerechnet das wegfalle, was der Verein unbedingt im Blatt haben wolle. Er erfuhr, dass im Hinblick auf den zur Verfügung stehenden Platz, die Aktualität und die Wichtigkeit des Inhalts alle eingereichten Texte in Trier bearbeitet und manchmal auch gekürzt werden.

"Und wir wollen eine gescheite Zeitung machen, und Sie wollen, dass die Leute ihre Vereinsnachricht auch lesen", sagte Damian Schwickerath. Auch liege in der Kürze oft die Würze. Er empfahl, die Vereine sollten deutlich markieren, was nicht gekürzt werden solle, denn das könne man in Trier nicht immer wissen. Viel diskutiert wurde auch über den Karneval, für die Zeitungsmacher eine Art logistischer Ex tremfall trotz erweitertem Platzangebot auf den lokalen Seiten.

Der Hinweis, dass auch längst nicht jeder Leser erfreut über die Berichte über jede Sitzung sei, baute Verständnisbrücken.

Gelächter gab es zu der Anmerkung, dass manche Fotos doch eine eigenwillige Umwandlung erführen: Wenn etwa die Rettungshundestaffel ohne Vierbeiner im Fotoausschnitt zu sehen sei. Nun kann selbst die Redaktion nicht jedes Rätsel lösen. Selbst der stellvertretende Chefredakteur war ratlos über das Bild einer Voltigiergruppe mit "abgeschnittenem Pferd".

Reporterchef Lars Ross gab allgemein zu bedenken, dass sich die Kollegen nicht unnötig Arbeit machten, um Texte quasi extra zu verdrehen, Bilder eigenwillig zu beschneiden, aber Fehler ließen sich nicht völlig eliminieren.

Doch bei Problemen gelte: "Es ist ganz wichtig: Wenn irgendetwas schief läuft, bitte melden Sie sich gleich." Dass grundsätzlich die Kooperation klappe, bestätigten die Vereinsvertreter. Sie lobten die Terminankündigungen der täglichen Serviceseite und das offene Ohr für ihre Anliegen.

Rainer Becker, Vorsitzender des Blasorchesters, fragte nach der zweistündigen Veranstaltung gleich nach: "Wann ist das nächste Treffen? Das ist eine tolle Sache. Es ist wichtig für uns zu wissen, wie wir mit der Presse zusammenarbeiten können."

Bis dahin können sich alle Teilnehmer noch einmal selbst schlau machen: Das Medienhaus Trierischer Volksfreund verteilte Informationsmappen mit Hintergründen und Tipps für den "direkten Draht zur Redaktion".