"Für Thalfang eine Katastrophe"

THALFANG. (iro) Das Fleischwerk muss aus der Sicht der FWG der Verbandsgemeinde Thalfang erhalten bleiben. Sie fordert Unternehmen, Verwaltung, Politik und Gesellschaft auf, dies zur gemeinsamen Aufgabe zu erklären.

Mit der beabsichtigten Schließung des Fleischwerks sollen nach Ansicht der Freien Wähler (FWG) der VG Thalfang 80 Arbeitnehmer "sozusagen auf die Straße gesetzt" werden. Damit sei finanziell ein Personenkreis von 250 Menschen betroffen. Diese Zahl sei nicht so spektakulär wie die geplanten 32 000 Stellenstreichungen bei der Telekom, schreibt der alte und neue FWG-Vorsitzende Helmut Schuh in einer Presseerklärung. Doch für die Betroffenen in Thalfang und Umgebung sei dies eine "Katastrophe". Die FWG fordert Unternehmen, Verwaltung, Politik und Gesellschaft auf, in einem gemeinsamen Gespräch die Erhaltung des Fleischwerks zur gemeinsamen Aufgabe zu erklären. Da das Fleischwerk in Meppen offenbar rentabel arbeite, sei wirtschaftliches Arbeiten in den Sektoren Wurst und Fleisch anscheinend möglich, "wenn man nur will". Dies gelte um so mehr für ein Unternehmen, das sich das genossenschaftliche Prinzip zur Pflicht gemacht habe. Schuh erinnerte an den Grundsatz "einer für alle, alle für einen", den "einige in der Chefetage wohl vergessen haben". Schuh schließt sich auch der Forderung des Betriebsrats an, das Fleischwerk voll zu aktivieren, nicht nur wegen des "Gammelfleischs", sondern auch, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.