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Fürs Praktikum Infos aus erster Hand

Fürs Praktikum Infos aus erster Hand

Seit 15 Jahren gibt es den Tag der beruflichen Bildung an der Berufsbildenden Schule für Technik und Umwelt in Wittlich. Schüler haben sich über das duale System informiert. Betriebe stellten sich vor. Und einige der jungen Gäste konnten ihre Berufsvorstellungen konkretisieren.

Wittlich. Während Lukas sich bei einer Speditionsfirma an einen Simulationscomputer setzt und schon mal das Lastwagenfahren ausprobiert, lässt sich Lena gerade einen Anzug anziehen, der ihr ein Gefühl dafür geben soll, wie man sich als alter Mensch fühlt. Einige Meter weiter informiert sich eine Gruppe Schüler über die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachmann.
Insgesamt sind es 800 Schüler, die an diesem Tag aus dem ganzen Kreis nach Wittlich kommen, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten und das Duale Studium in der Region zu informieren. Schon in ihren Schulen haben sie sich auf den Tag vorbereitet.
Rosemarie Böhlinger, Rektorin der Clara Viebig Realschule Plus sagt: "Einige Schüler gehen zielgerichtet hierher und informieren sich bei Betrieben, die ihren Wunschberuf ausbilden." 500 Betriebe sind von der Schule eingeladen worden, 57 sind gekommen: Metallbauer, die Polizei, Baufirmen, Gastronomiebetriebe, Computerfirmen, Einzelhandelsbetriebe und die Industrie- und Handwerkskammer sind nur einige von ihnen.
Der Tag der beruflichen Bildung ist eine Kooperation zwischen der BBS für Technologie und Umwelt, dem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) und der Berufsbildenden Schule in Bernkastel-Kues. Als die Veranstaltung vor 15 Jahren ins Leben gerufen wurde, war sie zunächst ein Tag der offenen Tür für die BBS Wittlich. Alfons Schmitz, Schulleiter der BBS Technologie und Umwelt, erklärt den Zweck: "Die Schüler sollten hier Hemmschwellen abbauen und sehen, was man an der Schule machen kann." Inzwischen ist es so, dass die Betriebe, die ausbilden, hier für ihre Lehrstellen werben. Es wird auch insgesamt für die duale Ausbildung geworben. "Es gibt einen großen Fachkräftemangel, und wir wollen zeigen, dass es Alternativen zum Abitur gibt", sagt Schmitz weiter.
Das Interesse der Schüler an den verschiedenen Betrieben ist unterschiedlich. Beim der Firma It-Haus waren beispielsweise einige Schulklassen, die zu den Arbeitsabläufen und Anforderungen Fragen gestellt haben. "Einige waren überrascht, dass wir auch zu den Kunden raus fahren", berichtet Fabian Roth, der dort selbst lernt. Eugen Hahn, IT-Haus, sagt: "Wir haben uns einige Namen von Interessenten an einem Praktikum notiert. Daraus kann natürlich auch eine Ausbildungsstelle werden." Nicht ganz so gut lief es am Stand von Weber Stahl. "Viele haben sich sehr unverbindlich informiert, wirklich Interesse hat bisher nur einer gezeigt." Die Schüler konnten nicht nur Stände anschauen, sondern auch Vorführungen ansehen und selbst Dinge ausprobieren. chb
Extra

Dominik Merges: Es hat mir gut gefallen, aber eigentlich wäre es besser, der Tag würde früher stattfinden, denn viele haben jetzt bereits einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz. Miftax Halilas: Mir hat der Tag viel gebracht. Ich habe mich bei der Firma Clemens informiert und werde dort vielleicht ein duales Studium anfangen. Elina Ediger und Gemma Graniglia: Wir haben heute hier über die Berufsfachschule Gastgewerbe informiert und dabei geübt, auf Menschen zu zugehen. chb