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Funktionierendes Netzwerk hilft Kindern

Funktionierendes Netzwerk hilft Kindern

Zum sechsten Mal hat der Landkreis Bernkastel-Wittlich die Kinderschutz-Netzwerkkonferenz organisiert. Im Jugendheim St. Bernhard in Wittlich stellte Dr. Peter Locher das Projekt Guter Start der Geburtsklinik Wittlich vor. Zudem wurden Workshops zum Thema Kinderschutz angeboten.

Bernkastel-Wittlich. Landrat Gregor Eibes begrüßte die 130 Teilnehmer der Kinderschutz-Netzwerkkonferenz. Er betrachtet Kinderschutz als eine partnerschaftliche Aufgabe. Eine Aufgabe, bei der der Einzelne oder eine einzelne Einrichtung häufig überfordert sei.
Beim Kinderschutz sollten Erziehungsberechtigte, Kindertagesstätten, Schulen, Ärzte, Jugendhilfeeinrichtungen und anderen Institutionen zusammenarbeiten. Ein Netzwerk funktioniere dann, wenn ein Fall aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet wird und die Ergebnisse zusammengetragen werden, um betroffene Kinder mit passgenauen Hilfen zu unterstützen. "Nicht viel hilft viel - abgestimmt hilft", ist Eibes überzeugt. Das heißt: Nicht das Nebeneinander vieler Hilfen hilft Kindern. Familien, die Unterstützung benötigen, sollen ermutigt werden, sich dem Informationsaustausch zu öffnen. Eltern suchen nach Unterstützung und Hilfen möglichst vor Ort, gerade in einem Flächen-Landkreis. Daher sind die Kindertagesstätten die geeigneten Partnerinnen in der Familienbildung vor Ort.
Noch weiter vorher setzen die Angebote der "Frühen Hilfen" und weitere niedrigschwellige Angebote für die Familien an. 2013 startete der Kreis erstmals mit dem Angebot der "Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen". Dr. Peter Locher, Leiter der Geburtsklinik des Krankenhauses Wittlich, stellte in seinem Vortrag das Projekt "Guter Start" der Geburtsklinik Wittlich dar. Als Herausforderung betrachtet Locher das Spannungsfeld zwischen dem Bedarf und der Situation, dass noch mehr Hebammen gesucht werden, die die Ausbildung zur Familienhebamme absolvieren und sich später in Familien engagieren wollen.
Willi Schüller, Teamleiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes im Jugendamt, referierte über die Entscheidungswege und Möglichkeiten der Familienunterstützung. red