Fußball und Kanzel

BRUCH. (ks) Vom Strafraum in die Kanzel: Fußballer Bernd Weirich schießt mit 40 Jahren nur noch hin und wieder bei den "Alten Herren" seine Tore. Dafür engagiert sich "Berni", wie er überall gerufen wird, im Vorstand des Vereins und in der Pfarrgemeinde.

Früher waren es die Tore, mit denen der Brucher Bernd Weirich, den alle nur Berni rufen, seinem Verein SV Bruch ein ums andere Mal half. Heute leistet Weirich seine Vereinsarbeit außerhalb des Fußballfelds: als Vorstandsmitglied. Aber Berni Weirich war nicht der einzige Kicker in der Familie: Alle fünf Weirich-Brüder spielten Fußball. Berni Weirich war als Sturmspitze ein Siegertyp, seitdem er acht Jahre war. Im ersten Fußball-Jahr wurde er Staffelsieger, dann setzte sich seine Erfolgsserie bei dem höherklassig spielenden SV Wittlich fort. Dort half er mit beim Höhenflug des SVW, der bis in die Oberliga ging. Schließlich verhalf er seinem Heimatverein Bruch zu zwei Aufstiegen bis in die damalige Landesliga. "Das war Teamarbeit mit viel Eigenkapital in Form von guten Fußballern, die sich ausgezahlt hat", sagt er heute zu dem Siegeszug der damaligen Sensations-Elf, einem Landesliga-Team aus den zwei kleinen Dörfern Bruch und Gladbach. Leistungsmäßig muss die SG laut Weirich nicht wieder unbedingt in diese Klasse, aber der Einbau des heimischen Nachwuchses in die Mannschaft ist für Berni Weirich immer noch wichtig. "Wir wollen ein wenig von dem zurückgeben, was die Generation vor uns uns gegeben hat", begründet er sein heutiges Engagement. So beschreibt er auch spontan seine Tätigkeit als Lektor in der Kirchengemeinde. "Damals waren Väter wie Emil Probst trotz starker beruflicher Belastung ganz selbstverständlich mit dabei, wenn es darum ging, in der Jugendgruppe für uns ein Freizeit-Wochenende zu organisieren. Der Dienst an der Gemeinschaft ist mir wichtig, ob Fußball oder Kirche, wo ich in der Pfarrei mithelfe." Alle diese "Baustellen", wie er seine diversen Betätigungsfelder nennt, sind für den Familienmenschen Weirich zweitrangig, wenn es um seine Töchter Stella (8) und Franka (5) sowie Ehefrau Sabine im "Dreimädelhaus" mit Blick über Bruch und den Salmbach geht.

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