1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Gäste nutzen Angebot nach Wiedereröffnung der Gastronomie in Bernkastel-Wittlich

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach der Wiedereröffnung der Gastronomie : Ausgehen, Leute treffen, ein Stück Freiheit genießen

Wer sich das auf keinen Fall entgehen lassen wollte, war schon gleich am ersten noch reichlich kühlen Tag unterwegs, um die wiedereröffneten Kneipen und Restaurants zu besuchen.

Gut gelaunt und sichtlich froh saßen die Gäste in den ersten Tagen nach der Wiedereröffnung in Restaurants, Cafés und auf Terrassen im Hunsrück, an der Mosel und in der Eifel beisammen. Hauptsache mal wieder raus aus den eigenen vier Wänden und Freunde und Bekannte in der realen Welt treffen.

Am Wittlicher Platz an der Lieser saßen sogar die ersten bereits im Freien. Die Leute seien alle froh, dass es wieder losgehe – aber auch „sehr diszipliniert“, berichtete Jürgen Werner vom Bistro Carpe Diem. Wenn auch noch teils verhalten sei es besser als erwartet angelaufen. Im Restaurant-Café Daus freute sich Klaus-Peter Daus über Gäste und ermutigende erste Reservierungen. Die Auflagen (Info-Box) forderten zwar heraus und seien auch bei 50-prozentiger Auslastung nur mit einer dritten Kraft zu stemmen, die abräume, reinige und desinfiziere. Aber die Leute hätten Verständnis für Änderungen wie den Verzicht auf Salatbuffet und Thekenbetrieb.

In Bernkastel-Kues nutzte Christa Mihm-Lantin gleich am ersten Tag die Gelegenheit, im Café K einen Kaffee zu trinken „und die Freiheit genießen“ zu können. Es sei „wunderschön“, sich wieder etwas freier zu bewegen. Laut Konditor Kornelius Widera schauten angemeldete wie spontane Gäste vorbei – auch auf der neuen Terrasse, die während der Schließung fertiggestellt wurde.

Einfach nur perfekt war der Start am Mittwoch für zwei Geburtstagskinder, die sich in „Mayer´s Speisezimmer“ in Morbach verwöhnen ließen. Seit Wochen freuten sie sich darauf, mal wieder ausgehen und schlemmen zu können, erzählten die Metzger Klaus Gauer-Kneppel und Petra Kneppel. Außerdem sei es jetzt wichtig, die ansässige Gastronomie zu unterstützen – aber „diszipliniert“ und „mit dem nötigen Respekt“, wie Tochter Anna Kneppel beipflichtete. Auch in Thalfang lief es „so langsam an“, wie Gabi Holzmann vom Landgasthof Rauland begrüßte.

Udo Thull vom Hotel-Restaurant zum Anker in Neumagen-Dhron ist sicher, dass es weitergehen wird. Es brauche noch ein paar Tage, um sich an die neue Situation zu gewöhnen: „Aber die Leute kommen.“ Ebenfalls zuversichtlich äußert sich Katharina Wierzchowski vom Traben-Trarbacher Zum Anker – auch mit Blick auf die ab diesem Montag wieder erlaubte Gästezimmervermietung: „Wir hoffen das Beste und denken, das wird schon alles“, weiß sie die Unterstützung Einheimischer in den ersten ruhigen Tagen sehr zu schätzen.

Ute Marmann vom Klausener Gasthof Marmann´s sieht das ähnlich. Manche ihrer Stammgäste trauten sich wohl noch nicht so recht. Aber andere wie Hans-Rudolf Dietzen schauten schon vorbei. Es sei „höchste Zeit“, begründet er: „Man konnte ja nicht mal mehr die Kollegen treffen“, freut ihn das Wiedersehen mit Bekannten nun umso mehr.

Ana Goga genoss den Besuch im Biergarten des Wittlicher Restaurants Altes Missionshaus. Matthias Kaiser und Sarah Larsen hatten zwar auf mehr Gäste gehofft. Es sei deutlich weniger Betrieb als „vor Corona“ und insgesamt „sehr verhalten und sehr ruhig“, führen sie das auf Ängste der Menschen zurück. Doch diejenigen, die vorbeischauten, hielten sich vorbildlich an die Vorschriften.

An allen Tagen gut besetzt waren die Tische des Wittlicher Cafés am Markt, wo sich Gäste über das „bisschen Normalität“ freuten. Es sei toll und trotz aller Einschränkungen gut, dass Lokale wieder offen hätten und sie das nun genießen könnten, betonten zwei Paare.

Freie Plätze, aber gute Stimmung im Bahnhof Cues - Das Brauhaus in Bernkastel-Kues. Foto: Ursula Schmieder

Mehr Fotos aus dem Kreis zur Wiedereröffnung der Gastronomie gibt es auf www.volksfreund.de