Galube im Alltag

Vor 30 Jahren hatte eine Patientin eine geniale Idee, aus der 30 Jahre ehrenamtliches Engagement wurden. Sie setzte ihre Idee in die Tat um und gründete zusammen mit dem Krankenhausdirektor und dem Wittlicher Pastor die Gruppe der Christlichen Krankenhaushilfe, auch "Grüne Damen" genannt.

Heute zählen 29 Frauen und ein Mann zu dieser Gruppe. Die "Grünen Damen" wollen einen Dienst an kranken Menschen verrichten. Als Christen und Christinnen handeln sie im Bewusstsein Jesu, der die Sorge für die Kranken zu den Werken der Barmherzigkeit zählt. Häufig werde ich gefragt: Was tun die "Grünen Damen"? Welche Aufgabe haben sie? Die "Grünen Damen" sind an einem Vormittag der Woche auf "ihrer Station". Sie führen Gespräche mit den Kranken, erledigen kleine Einkäufe, besorgen Telefonkarten, begleiten die Patientinnen und Patienten zur Untersuchung oder in die Kapelle, hören zu, sitzen still am Bett, lesen vor und beten mit ihnen ... Sie verschenken kostbare Zeit und teilen sie mit Menschen, die aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen sind und sich damit in einer "Ausnahmesituation" befinden. Sie selbst bezeichnen ihre Tätigkeit als "Schenken und Beschenktwerden" und erfüllen sie mit Freude und großem Engagement. Die Motivation der "Grünen Damen" ist auch heute noch, ein Herz für die Kranken und Leidenden im Elisabeth Krankenhaus zu haben. Die Aussage von Elisabeth: "Wir müssen die Menschen frohmachen", ist auch heute noch Orientierung und Auftrag. Die Frauen und Männer haben während dieser Zeit viele Zeitgutscheine an die Kranken verschenkt und sie durch ihr Tun an ihrem Glauben teilnehmen lassen. Herzlichen Glückwunsch für 30 Jahre gelebter Alltagsglaube im Elisabeth Krankenhaus in Wittlich. Monika Hartmann, Pastoralreferentin im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich