Gar nicht froh mit Meister Reineke

Die sich im Ort aufhaltenden Füchse lassen Bergweiler nicht zur Ruhe kommen. Inzwischen sind die Tiere Gegenstand der Dorfpolitik. Die Freie Wählergruppe im Ort sieht Kinder in Gefahr.

Bergweiler. (har) Gar nicht froh mit den Füchsen in Bergweiler ist Horst Weber von der Freien Wählergruppe Bergweiler. Er fragt in einer Pressemitteilung, ob es um einen politischen Machtkampf geht oder ob die Ängste der Anwohner nicht mit etwas Respekt und Solidarität behandelt werden sollten. Grund für diese Frage sind die seit vergangenem Jahr im Ort heimischen Füchse (der TV berichtete). Aufgrund vieler Beschwerden habe es im Sommer 2009 eine Ortsbesichtigung gegeben, zuder Ortsbürgermeister Gottfried Eltges weder Anwohner noch den zuständigen Revierförster eingeladen habe, schreibt Weber. Die Kreisverwaltung als Jagdbehörde habe einem Abschuss oder dem Fangen mittels Lebendfallen zugestimmt. Es sei eine Genehmigung zum Abschuss beantragt worden. Das Fangen mittels Lebendfallen sei hingegen nicht in Betracht gezogen worden. Die Füchse seien weder geschossen, noch mittels Lebendfallen gefangen worden. Es habe auch kein Gespräch mit den Menschen gegeben. Die Füchse spielten bereits am Vormittag auf dem Kindergartenspielplatz mit Spielzeug von Kleinkindern. Viele in Freigehegen lebende Haustiere von Kindern und kleinere Nutztiere sind den Füchsen in Bergweiler bereits zum Opfer gefallen. Ganz zu schweigen von der Einschränkung der Nutzung der Grundstücke, auf denen die Füchse gerne bei Tag und Nacht spazieren gehen und sich zu Hause fühlen.

Laut Aussage des Kreisveterinäramtes seien rund 20 Prozent der geschossenen und untersuchten Füchse mit dem Fuchsbandwurm infiziert. Eine Infektion mit dieser Krankheit kann tödlich enden. Ist das kein Grund zur Beunruhigung, fragt Horst Weber.