Gaumengenüsse am Erbeskopf

Der Herbst und die Erntezeit spiegeln sich einmal im Jahr auf einem ganz besonderen Markt wider: Zum zweiten Mal konnten am und im Hunsrückhaus Köstlichkeiten der Region genossen werden. 18 Selbstvermarkter boten ihre gesunden Erzeugnisse an.

Erbeskopf. (doth) "Wild ist das Gesündeste, was es gibt. Es wird nicht falsch gefüttert oder gar irgendwie behandelt", preist Aussteller Wolfgang Wannemacher seine Wildprodukte an. Wie er haben weitere 17 Anbieter bei "Hunsrück schmeckt" sich die Naturbelassenheit gesunder Nahrungsmittel auf die Fahnen geschrieben. Knapp 1000 Menschen wollten sehen, was die Region zu bieten hat und auch allerlei vor Ort probieren.

"Das Hunsrückhaus will hier zeigen, dass regionale Produkte eine hohe Qualität haben und gegenüber Fertigprodukten mit vielen Vitaminen und einem ursprünglichen Geschmack punkten", erklärt Almuth Brandstetter, Leiterin des Hunsrückhauses. Sehen, schmecken und kaufen konnten die Besucher knapp 100 Produkte, von denen einige auch direkt probiert werden konnten. Das Pfiffige an solchen Märkten sei, dass der Produzent den direkten Kontakt mit dem Kunden habe. Der Anbieter stehe Rede und Antwort über seine Anbau- und Verarbeitungsmethoden. Der Markt ist allerdings im Vergleich zur Premiere im vergangenen Jahre etwas geschrumpft. "Der Markt muss sich etablieren und das Anliegen der Selbstvermarktung weiter ins Bewusstsein der Menschen rücken", glaubt Brandstetter. Auch bei Selbstvermarktern sei noch Überzeugungsarbeit zu leisten.

Lob und Kritik kamen von Besuchern. Ingeborg Schwarz aus Züsch meinte: Es ist leider etwas weniger los als beim ersten Mal. Aber die Qualität stimme, auch wenn sie ein bisschen mehr koste. Walter Koch aus Damflos kann ebenfalls dem Geschmack der naturbelassenen Produkte viel abgewinnen, aber: "Es wäre schön gewesen, wenn wir häufiger etwas probieren könnten." Almuth Brandstetter dazu: "Noch kann man sich nicht komplett durch den Hunsrück essen. Aber genau das ist unser Ziel."