Gebete statt Opfer

WITTLICH. (red) Zu einem Lichtbildvortrag mit der Kunsthistorikerin und Judaistin, Noomi Feuchtwanger-Sarig aus Jerusalem, lädt das Emil-Frank-Institut Wittlich am Montag, 9. Februar, 20 Uhr, in die Kultur- und Tagungsstätte Synagoge Wittlich ein.

Thema ist die "synagogale Kunst in Europa in den vergangenen 1000 Jahren". Bereits zur Zeit des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem gab es eine weitere, ganz andersartige, religiöse Institution: die Synagoge. Als Versammlungshaus und als Raum für Gebet und Studium erhielt die Synagoge nach der Zerstörung dieses Tempels eine herausragende Bedeutung im jüdischen Leben: Das örtliche Gottes-haus wurde zum Mittelpunkt des religiösen Lebens. Überall in der Welt bauten Juden ihre Synagogen entsprechend der Mode und dem Stil der Zeit. Auch die Anordnung der Synagogeneinrichtung war von lokalen Bräuchen abhängig. An die Stelle der Tieropfer im Tempel traten Gebete und Lesungen aus der Bibel. Um die Torah-Rollen zu schmücken und zu verschönern, entwickelten sich Ritualgegenstände, die von geschickten Künstlern geschaffen wurden.

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