Geburtsstation am Krankenhaus Traben-Trarbach schließt

Geburtsstation am Krankenhaus Traben-Trarbach schließt

Die Geburtsstation am Krankenhaus Traben-Trarbach schließt zum 31. März dieses Jahres. Das hat das Klinikum Mittelmosel heute Mittag mitgeteilt. Grund: Einer der beiden Fachärzte hat gekündigt, ein Nachfolger wurde nicht gefunden.

Alle anderen medizinischen Angebote am Standort Traben-Trarbach, wie Gynäkologie, Chirurgie, Orthopädie, physikalische und rehabilitative Medizin sowie die stationäre Schmerztherapie bleiben hiervon unberührt und stehen weiter zur Verfügung.

Die Geburtsstation hat in der Region einen guten Namen, das Einzugsgebiet erstreckt sich bis weit in den Hunsrück. Viele Familien sind "Stammkunden" in Traben-Trarbach - nicht selten haben Oma, Mutter und später wiederum das Kind in der Klinik entbunden.

Das Traben-Trarbacher Krankenhaus begleitete zuletzt über 300 Geburten pro Jahr.

Betroffen von der Schließung sind die sechs Hebammen. Deren Zukunft ist ungewiss. Sie werden aber auf jeden Fall Schwangere weiter betreuen und beraten und zum Beispiel Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse anbieten.

Das Krankenhaus am jetzigen Standort wurde im Juni 2000 eingeweiht. Vorher befand es sich in der Trarbacher Schottstraße.

Am 1. Oktober 2011 wurden das St. Josef Krankenhaus Zell und das Anna-Henrietten-Stift Traben-Trarbach zum neuen Klinikum Mittelmosel vereinigt. Eine der ersten großen strukturellen Entscheidungen des Klinikums war die Schließung der Geburtshilfe in Zell zum 1. April 2012, um diese in Traben-Trarbach zu konzentrieren.

Geburtsstationen rund um Zell/ Traben-Trarbach/ Bernkastel-Kues/ Cochem gibt es jetzt nur noch in Wittlich, Simmern, Trier und Koblenz.