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Gedächtnisverlust mit heiteren Folgen

Gedächtnisverlust mit heiteren Folgen

Der Theaterverein Moselblümchen 1912 Reil hat sein neues Stück aufgeführt. In den kommenden Tagen gibt es sechs weitere Aufführungen der Komödie.

Reil. Die Zeit zwischen den Jahren ist nicht nur die Zeit der Besinnung und des Jahresausklangs. Sie ist auch traditionell die Zeit für die Premiere des aktuellen Stücks des Reiler Theatervereins Moselblümchen. Auch in ihrem Jubiläumsjahr haben die Mimen mit ihrem Mundartstück "Dat Loch em Verstand" von Bernd Gombold den Geschmack und vor allem die Lachmuskeln ihrer 400 Zuschauer getroffen. Mit einem gewohnt perfekten Bühnenbild, überzeugenden Kostümen und einer unverwechselbaren "Reiler Sprooch" sorgten die Akteure auf und hinter der Bühne für einen unterhaltsamen Abend, dem noch sieben weitere folgen werden. Nachdem Ortsvorsteher Franz Krämer (Franz-Josef Butzen) nicht nur durch seinen Gemeindediener Karl Josef "Jippes" (Patrick Burg) und seinen vergessenen Hochzeitstag unter reichlich Stress gerät, können weder die Pillen seiner Frau Helene (Elke Henrichs) noch das Organisationstalent seiner Sekretärin Hannelore (Andrea Hochscheid) das drohende Chaos verhindern. Ein Attentat auf die Kirchenglocke endet schließlich in einem Gedächtnisverlust, der Raum für weitere Verwicklungen lässt. Weder der lispelnde Psychologe Prof. Dr. Schippenstein (Johannes Röhl) noch die heiratswillige "Schönheit" Rosalie Schneckenberg (Jacqueline Röhl) können daran etwas ändern. "Dorfzeitung" Emma (Evelyne Herges) aus dem Dorfladen sorgt mit Mitarbeiter Fritz (Benjamin Müller) für gewollte und ungewollte Informationsverbreitung, vor der auch die Neu-Reiler Ludwiga (Felicitas Müller) und Heinz Harald (Bernd Scherrer) von Silberstein nicht verschont bleiben.
Auch nach einem Wechsel in der Vorstandsebene spielt die Reiler Theatertruppe weiterhin ganz oben in der lokalen Schauspielliga mit. Bis zum letzten Akt schaffen es die Theaterprofis auch diesmal, die Spannung um die Auflösung der Beziehungsverknotungen zu halten. Wer wissen will, welche Rolle Nofretete und der Hahn Max dabei spielen, sollte sich noch eine Karte sichern.
Weitere Aufführungen am 6. Januar um 18 Uhr, am 4., 5., 11. und 12. Januar jeweils um 20 Uhr sowie am 12. Januar um 15 Uhr in der Schulturnhalle Reil.