Gefahr gebannt

HORATH. (urs) In Windeseile hat die Kreisverwaltung Felssicherungsarbeiten an der Kreisstraße 79 in der Nähe von Horath in die Wege geleitet. Auf Grund deutlich sichtbarer Abbruchflächen war Eile geboten.

Die Gefahr, dass zwischen Horath und dem Ausflugslokal Krackesmühle unter Umständen 1200 Kubikmeter Gestein abstürzen könnten, ist gebannt: Seit gestern trägt das Hermeskeiler Unternehmen Max Düpre unterhalb von Horath und unmittelbar an der Kreisstraße 79 absturzgefährdete Felsmassen ab. Dank der Sperrung des Streckenabschnitts Horath-Krackesmühle sollen die Arbeiten bis zum Ende der Woche abgeschlossen sein. "Wir wollen bis Mittwoch oder Donnerstag fertig sein", sagt Bauwart Udo Herz vom Landesbetrieb Straßen und Verkehr, Straßenmeisterei Thalfang. Auf jeden Fall soll im Laufe der Woche alles über die Bühne sein. Sofern nichts Gravierendes dazwischen komme, stehe dem seiner Einschätzung nach auch nichts entgegen. Die Kosten von insgesamt 25 300 Euro trägt der Landkreis als Baulastträger. Die Summe beinhaltet neben dem Abtragen von zirka 900 Kubikmetern Fels- und Bodenmassen auch die anschließende Montage von Schutzplanken. Die Verwaltung hatte in Windeseile reagiert, nachdem bei einer Bereisung Anfang Januar Dringlichkeit erkannt worden war. Die Empfehlung des Geologischen Landesamtes legte einen Beginn der Arbeiten innerhalb von vier bis sechs Wochen nahe. Entscheidend dabei waren "deutliche Abbruchflächen" und "mehrere Zentimeter geöffnete Spalten" in dem Felsverband der bis zu zehn Meter hohen Böschung. Unter Umständen drohe ein Absturz von bis zu 1200 Kubikmetern Gestein, heißt es im Bericht. Da "eine Vernagelung oder Verhängung" wegen des weitgehend aufgelockerten Gesteinsverbandes nicht machbar sei, empfahl der Geologe ein Abtragen. Wegen der gebotenen Eile holte die Verwaltung Angebote von vier Firmen ein, von denen die günstigste den Zuschlag erhalten hatte.

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